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Verkehrsunfall: Stadtbahn-Unfall in Hannover – bis zu 1 Million Euro Schaden

Verkehrsunfall

Stadtbahn-Unfall in Hannover – bis zu 1 Million Euro Schaden

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    Die beiden Bahnen waren zusammengestoßen.
    Die beiden Bahnen waren zusammengestoßen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Nach dem Zusammenstoß zweier Stadtbahnen in Hannover rechnen die Hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra mit einem Schaden fast in Millionenhöhe. „Sehr hoch, sechsstellig“, sagte der Sprecher der Üstra dazu der Deutschen Presse-Agentur. Nach ersten Schätzungen könne der Schaden zwischen 800.000 und einer Million Euro liegen.

    Leitstelle hatte Massenanfall von Verletzten ausgelöst

    Bei dem Unfall wurden nach Angaben der Polizei Hannover insgesamt 7 Menschen im Alter zwischen 15 und 87 Jahren leicht verletzt. Die Feuerwehr hatte zunächst von 12 Verletzten berichtet, 7 von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser gebracht.

    Die Leitstelle hatte wegen der hohen Zahl der vom Unfall Betroffenen einen sogenannten Massenanfall von Verletzten ausgelöst. Zum Schweregrad der Verletzungen lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

    Der Unfall ereignete sich gegen Mittag im Bereich der Stadtbahnhaltestelle Allerweg. Nach Angaben der Üstra sollten dort eigentlich zwei Bahnen aneinander vorbeifahren - eine stadteinwärts und eine stadtauswärts. „Das hat irgendwie nicht richtig geklappt“, sagte der Sprecher. Die genaue Ursache sei noch unklar. Nach Angaben der Polizei soll mutmaßlich eine Weichenfehlstellung zu dem Zusammenstoß geführt haben.

    Schleifspuren und gesplitterte Scheiben

    Beteiligt waren nach Angaben der Üstra die Linien 3 und 13. Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen entgleisten beide Stadtbahnen. Eine Bahn verkeilte sich demnach teilweise am Hochbahnsteig. Betonplatten wurden hochgedrückt, an einer Bahn waren lange Schleifspuren und gesplitterte Scheiben zu sehen. Die Oberleitung wurde ebenfalls beschädigt.

    Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich in einer der Bahnen etwa 20 Fahrgäste. Wie viele Menschen insgesamt in beiden Stadtbahnen saßen, war zunächst unklar. Zahlreiche Rettungswagen und Notärzte waren im Einsatz. Einige Verletzte wurden noch vor Ort versorgt, andere in umliegende Kliniken gebracht.

    Üstra-Sprecher: „Die Leute haben noch richtig viel zu tun“

    Die Bergung der beschädigten Bahnen dürfte sich noch bis in den Abend ziehen. Eine Bahn müsse möglicherweise mit einem Kran angehoben werden, sagte der Üstra-Sprecher. Die andere solle wieder auf die Schienen gesetzt und abgeschleppt werden. „Die Leute haben noch richtig viel zu tun“, sagte er.

    Der Stadtbahnverkehr bleibt rund um den Allerweg massiv beeinträchtigt. Die Linien 3, 7, 13 und 17 sind betroffen, für Teile der Strecke wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Vorerst „geht erst mal gar nichts“, sagte der Sprecher mit Blick auf die aufwendigen Bergungsarbeiten. Auch der Strom in dem Bereich muss zeitweise abgeschaltet werden.

    Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover hat Ermittlungen zur Ursache des Zusammenstoßes aufgenommen.

    Die Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften vor Ort, darunter auch mit einem Großraumrettungswagen.
    Die Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften vor Ort, darunter auch mit einem Großraumrettungswagen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover war bereits vor Ort und begann mit den Ermittlungen zur Unfallursache.
    Der Verkehrsunfalldienst der Polizei Hannover war bereits vor Ort und begann mit den Ermittlungen zur Unfallursache. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Mehrere Fahrgäste wurden vom Rettungsdienst versorgt.
    Mehrere Fahrgäste wurden vom Rettungsdienst versorgt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stehen nach einem Unfall neben zwei Stadtbahnen.
    Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stehen nach einem Unfall neben zwei Stadtbahnen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
    An einer der Stadtbahnen war eine lange Schleifspur zu sehen, zudem waren Scheiben gesplittert.
    An einer der Stadtbahnen war eine lange Schleifspur zu sehen, zudem waren Scheiben gesplittert. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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