Diese Geschichte hat alles, um von Walt Disney verfilmt zu werden. Weil sie so rührend ist, an Niedlichkeit kaum auszuhalten. Und weil sie so traurig begann und doch noch gut wurde. Es geht um einen kleinen Affen im japanischen Ichikawa Zoo nahe Tokio mit dem Namen Punch. Die Mutter hatte das Makakenbaby nach der Geburt verstoßen. Auch die anderen Affen in dem Gehege hatten keine Lust auf Punch. Sie drehten ihm ihre beharrten Rücken zu, mobbten ihn regelrecht. Doch es gab jemanden, der Mitleid mit dem Tierbaby hatte.
Die Zoowärter nahmen sich dem kleinen Makaken an, zogen ihn auf. Damit sich der Geächtete nicht so einsam fühlen musste, schenkten sie Punch einen Stoffaffen. Einen starken Orang-Utan, der Punch bei Weitem überragte. Das braune Plüschtier hatten die Wärter beim schwedischen Möbelriesen Ikea erstanden. Aber ob Japanisch oder Schwedisch – das Herz spricht nur eine Sprache. Das der Liebe. Punch und der Stoffgefährte wurden unzertrennlich.
Makakenbaby Punch schleift den Plüschaffen überall im Zoogehege mit
Der inzwischen sieben Monate alte Affe schleppt seinen plüschigen Freund mit den riesigen Augen überall mit hin. Er zerrt ihn an einem Arm die Felsen hinauf, spielt mit ihm, schaut ihm tief in die Augen. Wäre der Plüschaffe lebendig, Punch hätte ihn längst zu Tode gekuschelt. So viel Putzigkeit geht um die Welt. Auch, weil es sonst kaum Nachrichten gibt, die schlichtweg nur lieb sind. Kaum Bilder, die so ans Herz gehen.
Kein Wunder also, dass die internationalen Medien und vor allem die sozialen Netzwerke voll sind von süßen Fotos und Videos des phänomenalen Paares. Am Zoo stehen die Menschen Schlange. Punch, was übersetzt „große Schlagkraft“ bedeutet, hat es allen gezeigt. Vor allem den blöden Affen im Gehege.
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