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Maskenpflicht
28.07.2022

Keine FFP2-Masken mehr in der Bahn: Wo in Bayern noch eine FFP2-Maskenpflicht gilt

Die FFP2-Maske verschwindet nach und nach aus unserem Alltag.
Foto: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

Die Maske begleitet die Menschen in Bayern seit dem Aufkommen der Corona-Pandemie. In den letzten Monaten ging ihre Bedeutung im Alltag zurück, stellt sich die Frage: Wo gilt überhaupt noch Maskenpflicht?

Die allgemeine Maskenpflicht fiel in Bayern am 3. April 2022. Doch komplett aus dem Alltag vieler Menschen ist sie seitdem nicht verschwunden. Die Corona-Basisschutzmaßnahmen wurden im bayerischen Kabinett um vier weitere Wochen bis zum 30. Juli verlängert. Das bedeutet auch, dass an einigen Orten und in so manchen Einrichtungen noch eine Maskenpflicht gilt. Vielerorts sind mittlerweile jedoch Erleichterungen in Kraft getreten. Ein Überblick rund um die Maskenpflicht in Bayern.

FFP2-Maskenpflicht im bayerischen Nahverkehr ist Geschichte

Am 2. Juli endete die FFP2-Maskenpflicht im bayerischen Nahverkehr. Das bedeutet aber nicht, dass in Bus und Bahn gar keine Maske mehr getragen werden muss. Pflicht sind medizinische Masken, eine FFP2-Maske kann freiwillig getragen werden. "Nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie ist es wichtig, dass wir unsere Regelungen immer wieder auf den Prüfstand stellen und an die neuen Umstände anpassen", sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Der CSU-Politiker hält es nicht für verhältnismäßig, dass in den heißen Sommermonaten weiter eine Pflicht zum Tragen der FFP2-Maske herrscht. Holetschek betonte, dass nun die Eigenverantwortung der Bürger gefragt sei. Immerhin bietet die FFP2-Maske einen besseren Schutz. Nun kann jeder selbst entscheiden, welche der beiden Varianten im ÖPNV in den jeweiligen Situationen die richtige ist.

Video: dpa

Maskenpflicht im Flugzeug und Fernverkehr

Im Fernverkehr und im Flugverkehr gilt in Bayern noch eine Maskenpflicht. Das bayerische Innenministerium schreibt dazu: "Die Verkehrsmittel des Luftverkehrs dürfen von Fahr- oder Fluggästen sowie dem Kontroll- und Servicepersonal und Fahr- und Steuerpersonal, soweit tätigkeitsbedingt physische Kontakte zu anderen Personen bestehen, grundsätzlich nur benutzt werden, wenn diese Personen während der Beförderung eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) oder eine medizinische Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz) tragen."

Die Zuständigkeit der Gesetzgebung liegt dabei aber beim Bund. In Deutschland gilt in Flugzeugen noch bis zum 23. September eine Maskenpflicht. In Ländern wie Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz ist die Maskenpflicht in Flugzeugen bereits gefallen.

So steht es um die Maskenpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen in Bayern

In allen Einrichtungen, in denen vulnerable Personengruppen betreut werden, herrscht in Bayern aktuell und weiterhin eine Maskenpflicht. Auch in diesem Bereich gibt es allerdings eine Erleichterung: Seit dem 28. Mai 2022 ist die Pflicht des Tragens einer FFP2-Maske passé. Wie im Nahverkehr muss nur noch eine medizinische Maske getragen werden, die oft auch als OP-Maske bezeichnet wird. Diese Regelung gilt in Bayern für die folgenden Einrichtungen:

Lesen Sie dazu auch
  • Krankenhäuser, Arztpraxen und Einrichtungen für ambulantes Operieren
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen, in denen eine Versorgung erfolgt, die mit einem Krankenhaus vergleichbar ist
  • Rettungsdienste, Tageskliniken und Dialyseeinrichtungen
  • Voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen sowie ambulante Pflegedienste,
  • Obdachlosenunterkünfte und Flüchtlingsunterkünfte

Corona-Regelungen in Bayern: Keine Maskenpflicht in Schulen und Kitas

In allen Schulen und Kitas in Bayern ist die Maskenpflicht vollständig aufgehoben. Das gilt sowohl für die Klassenzimmer als auch das Schulgelände. Das bayerische Kultusministerium empfiehlt allerdings grundsätzlich das Tragen einer Maske im Schülerverkehr, geschlossenen Räumen und Begegnungsflächen in Gebäuden.

Maskenpflicht in schutzwürdigen Settings

Eine Maskenpflicht kann in Bayern auch in bestimmten "schutzwürdigen Settings" herrschen, wie es in den Corona-Basisschutzmaßnahmen heißt. Dazu können beispielsweise Bereiche der Stadtverwaltung mit einem erhöhten Personenverkehr zählen. Eine dementsprechende Maskenpflicht kann von den Ämtern bestimmt werden. Auf deren Internet-Auftritten können Sie sich darüber informieren. Hausrecht haben neben staatlichen und städtischen Institutionen auch gastronomische Betriebe, Hotels, Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungsorte. Diese können also eine Maskenpflicht erlassen.

Empfehlungen und Bitten zur Maskenpflicht in Bayern

Die bayerische Staatsregierung empfiehlt, die allgemeinen Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzuhalten, auch wenn viele nicht mehr verpflichtend sind. Dazu gehört das Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen und die Bewahrung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern.

Apothekerinnen und Apotheker hatten am 3. April eine Bitte herausgegeben, in den Apotheken FFP2-Masken auf freiwilliger Basis zu tragen. "Viele Menschen, die eine Apotheke aufsuchen, sind gesundheitlich angeschlagen oder krank. In den Apotheken gehen vulnerable Patientinnen und Patienten ein und aus – etwa Menschen mit Immunschwäche oder Ältere mit mehreren Erkrankungen. Sie müssen weiterhin so gut wie möglich geschützt werden", begründete Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) diese Bitte.

Video: dpa Exklusiv

Ausnahmen der Maskenpflicht in Bayern

Rund um die Maskenpflicht gibt es in Bayern auch die ein oder andere gültige Ausnahme. So müssen beispielsweise Kinder vor ihrem sechsten Geburtstag keine Maske tragen. Außerdem sind Personen von der Maskenpflicht befreit, die "aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können oder müssen und dies vor Ort sofort nachweisen können". Das ist auf der Website des bayerischen Gesundheitsministeriums zu lesen. Dafür ist der Nachweis eines ärztlichen Zeugnisses im Original nötig, "das den vollständigen Namen, das Geburtsdatum und konkrete Angaben zum Grund der Befreiung enthält".

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