Die Liste der Teilnehmer des EU-Gipfels zum Thema Migration am Sonntag wird immer länger. Mittlerweile hätten 16 Staaten Interesse signalisiert, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Freitag in Brüssel. Neben der ursprünglichen Achter-Gruppe aus Deutschland, Griechenland, Italien, Bulgarien, Malta, Österreich, Frankreich und Spanien wollten außerdem die Staats- und Regierungschefs von Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Kroatien, Slowenien, Finnland, Schweden und Luxemburg kommen, hieß es. Ursprünglich wollten sich die besonders von der Flüchtlingskrise betroffenen Staaten treffen.
Migrations-Gipfel: Absagen kommen unter anderem von Ungarn und Großbritannien
Demnach nehmen zwölf EU-Staaten nicht an dem informellen Treffen teil, zu dem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch kurzfristig eingeladen hatte. Dies sind Estland, Irland, Lettland, Litauen, Portugal, Rumänien, Großbritannien und Zypern sowie die vier Visegrad-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei. Letztere hatten dem Treffen bereits am Donnerstag eine Absage erteilt.
Der Kommissionssprecher betonte jedoch, dass es ein fortlaufender Prozess sei und die Gespräche andauerten. Die Einladung sei offen für alle. Im Vorfeld des EU-Gipfels mit allen Staats- und Regierungschefs solle an einer europäischen Lösung der Migrationsfrage gearbeitet werden. Das Treffen kam offensichtlich auf Betreiben von Bundeskanzlerin Angale Merkel (CDU) zustande, die innenpolitisch unter großem Druck der Schwesterpartei CSU steht. (dpa)