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250 Jahre USA: Dollar-Scheine mit Unterschrift von Donald Trump geplant

USA

Dollarschein, Kriegsschiff, Wolkenkratzer: Wo sich Trump überall mit seinem Namen verewigen will

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    Ein „Fake-Dollar“ mit dem Abbild von Donald Trump wurde vor einigen Jahren verkauft – bald könnte der amtierende Präsident aber auf echten Geldnoten prangen.
    Ein „Fake-Dollar“ mit dem Abbild von Donald Trump wurde vor einigen Jahren verkauft – bald könnte der amtierende Präsident aber auf echten Geldnoten prangen. Foto: Melanie Höhn, dpa

    Seit Donald Trump wieder im Weißen Haus sitzt, ist die internationale Politik atemlos geworden. Der US-Präsident führt Kriege, er droht Alliierten. Doch seine Präsidentschaft ist für den 78-Jährigen längst auch ein wirtschaftliches - und in Teilen historisches Projekt geworden. Was bei seinen Wolkenkratzern in New York begann, setzt sich nun in Washington fort. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hat Trump seinen Namen, sein Konterfei oder seine Unterschrift auf mehr als einem Dutzend amerikanischer Institutionen und Initiativen platziert. Manche dieser Maßnahmen dürften Bestand haben. Andere beschäftigen die Gerichte. Wieder andere werden vermutlich nie das Licht der Welt erblicken.

    Ein Überblick über den Personenkult um Trump, der gegen das Tabu verstößt, Präsidenten bereits zu Amtszeiten zu ehren.

    1

    Der Trump-Dollar

    Das US-Finanzministerium kündigte an, Trumps Unterschrift werde noch in diesem Jahr auf US-Dollarnoten erscheinen. Damit würde erstmals die Signatur eines amtierenden Präsidenten auf der amerikanischen Währung prangen. Bislang war dieser Platz der Unterschrift des Finanzministers vorbehalten. Ob Trumps Signatur auf allen Geldscheinen erscheint, ist noch unklar. Im Kongress kursieren zudem Gesetzentwürfe, die Trumps Gesicht auf den 100-Dollar-Schein setzen wollen. Finanzminister Scott Bessent erklärte seinem Ministerium zufolge: „Es gibt keine wirkungsvollere Art, die historischen Errungenschaften unseres großartigen Landes und von Präsident Donald Trump zu würdigen, als US-Dollar-Banknoten, die seinen Namen tragen.“

    2

    Die Trump-Gedenkmünze

    Finanzminister Scott Bessent genehmigte die Prägung von Gedenkmünzen mit Trumps Konterfei. Anlass ist der 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten. Die rechtliche Grundlage dafür ist fragwürdig. Nur wenige Persönlichkeiten in der amerikanischen Geschichte haben es zu Lebzeiten auf eine Münze geschafft.

    3

    „Trump Class” – Kriegsschiffe für die Marine

    Trump verkündete den Bau einer neuen Klasse von Kriegsschiffen für die US-Marine. Sie soll das Herzstück der sogenannten „goldenen Flotte” bilden, mit der die Regierung die Navy modernisieren will. Damit lässt erstmals ein amtierender Präsident ein Waffensystem nach sich selbst benennen.

    4

    Der Trump-Kampfjet

    Die neueste Maschine der US-Luftwaffe trägt die Bezeichnung F-47. Die Zahl spielt auf Trump als 47. Präsident der USA an. Offiziell wird keine Namenspatenschaft erklärt, doch der Zusammenhang ist offenkundig.

    5

    Die Trump Gold Card

    Die Regierung startete im Dezember 2025 ein millionenschweres Visa-Programm unter dem Namen „Trump Gold Card”. Bereits im Februar 2025 hatte Trump den Namen bei einem Treffen im Oval Office ins Spiel gebracht. Er sei bereit, seinen Namen „kostenlos” zur Verfügung zu stellen, sagte er damals. Die goldene Karte verspricht wohlhabenden Investoren einen schnellen Weg zur Aufenthaltsgenehmigung.

    6

    Medikamente vom Präsidenten

    Eine staatliche Website ermöglicht es Amerikanern, verschreibungspflichtige Medikamente zu vergünstigten Preisen zu beziehen. Sie heißt TrumpRx. Der für die staatlichen Krankenversicherungen Medicare und Medicaid zuständige Mehmet Oz behauptete, Trump sei an der Namenswahl nicht beteiligt gewesen. „Wir fanden, das hat einen eingängigen Klang.”

    7

    Der Nationalpark-Pass

    Das Innenministerium gestaltete den jährlichen Nationalpark-Pass zum 250. Geburtstag der USA mit einem neuen Gedenkdesign um. Rechts neben George Washington findet sich das Porträt von Donald Trump. Umweltverbände haben die Regierung verklagt. Gewöhnlich wird die Karte mit dem Bild eines Nationalparks geziert.

    8

    Sparen für Amerikas Kinder

    Sparkonten in Höhe von 1000 Dollar für amerikanische Kinder tragen den Namen „Trump Accounts”. Ursprünglich hießen sie „MAGA Accounts”. Die Republikaner im Repräsentantenhaus änderten den Namen kurzerhand, bevor sie im vergangenen Jahr ihr umfassendes innenpolitisches Gesetzespaket verabschiedeten. Trump selbst schrieb die Namensidee dem Finanzminister zu.

    9

    Das Trump-Kennedy Center

    Schon Monate, bevor sein Name offiziell an dem Gebäude prangte, bezeichnete Trump das John F. Kennedy Center for the Performing Arts als „Trump-Kennedy Center”. Der handverlesene Vorstand des Kulturzentrums genehmigte die Umbenennung. Gegen den Namenszusatz läuft allerdings eine Klage. Die Erben Kennedys und Kulturschaffende wehren sich gegen die Vereinnahmung einer amerikanischen Institution.

    10

    Das Donald J. Trump United States Institute of Peace

    Das renommierte Friedensinstitut der Vereinigten Staaten trägt nun Trumps vollen Namen. Auch diese Umbenennung ist Gegenstand eines Rechtsstreits. Ein Friedensinstitut, benannt nach einem Präsidenten, der einen Angriffskrieg führt, geht vielen Kritikern zu weit.

    Doch obwohl die Liste lang ist, ist sie keinesfalls vollständig. Immer neue Ideen, wie er seinen Namen verewigen könnte, kursieren inzwischen. Der republikanische Abgeordnete Brian Mast aus Florida brachte im März einen Gesetzentwurf ein, um den Palm Beach International Airport nach Trump zu benennen. Die Regierung drängte zudem Senator Chuck Schumer, den Demokraten aus New York, auch den Dulles Airport in Washington umzubenennen. Der Vorstoß scheiterte, doch das Interesse des Präsidenten bleibt bestehen. Bisher erfolglos versuchte Trump zudem, den New Yorker Bahnhof „Pennsylvania Station” umbenennen zu lassen. Im Gegenzug bot die Regierung zwar an, eingefrorene Bundesmittel in Milliardenhöhe für Infrastrukturprojekte freizugeben. Der Deal kam dennoch nicht zustande.

    Und auch der sicher größte Traum bleibt weiterhin ein solcher: Trumps Wunsch ist es, am Mount Rushmore einen in den Stein gemeißelten Platz neben den Präsidenten Washington, Jefferson, Theodore Roosevelt und Lincoln einzunehmen. Die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna aus Florida brachte im Januar 2025 einen Gesetzentwurf ein. Bisher blieb der Vorstoß ohne Ergebnis.

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