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  3. 9-Euro-Ticket: Bleibt ein Effekt? So hat sich die Mobilität nach dem Ende des 9-Euro-Tickets verändert

9-Euro-Ticket
13.09.2022

Bleibt ein Effekt? So hat sich die Mobilität nach dem Ende des 9-Euro-Tickets verändert

Vom 1. Juni bis zum 31. August konnten die Menschen in Deutschland mit dem 9-Euro-Ticket den öffentlichen Nahverkehr sowie Regionalzüge so günstig wie nie zuvor nutzen.
Foto: Christoph Soeder, dpa/Montage: AZ

Das 9-Euro-Ticket hat das Bahnfahren im Sommer so günstig und unkompliziert wie noch nie gemacht. Welchen Effekt hatte das? Und wie wirkt sich das Ende des Tickets aus?

Wer im Sommer Schulter an Schulter mit Mitfahrerinnen und Mitfahrern stand, ist wohl kaum überrascht: Zwischen Juni und August wurden 44 Prozent mehr Bahnreisen über 30 Kilometer registriert als in den entsprechenden Monaten 2019. Allerdings ist es seit Anfang September, als das Angebot endete, wieder deutlich leerer in den Zügen. Das zeigt eine Auswertung, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat.

Da die Corona-Pandemie 2020 und 2021 starke Auswirkungen auf die Mobilität hatte – während der Lockdowns etwa fuhren deutlich weniger Menschen mit der Bahn –, dient 2019 in der Analyse als Vergleichsjahr. Weitere Hinweise auf den Effekt des 9-Euro-Tickets bietet der Vergleich zum Mai 2022. Im Mai lagen die Bewegungen im Schienenverkehr nur rund 3 Prozent über denen aus dem Mai 2019. Der Anstieg ab Juni ist also offenbar auf das günstige Ticket zurückzuführen. Ausgewertet wurden allerdings nur Fahrten ab 30 Kilometer – Rückschlüsse auf die innerstädtische Mobilität lassen sich daher nicht ziehen.

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Die Zahl der Bahnfahrten ist gestiegen, auf den Straßenverkehr scheint das allerdings kaum Auswirkungen gehabt zu haben. Direkt zur Einführung Anfang Juni war zwar ein moderater Rückgang zu sehen, doch über den gesamten Zeitraum blieb die Zahl der Fahrten im Straßenverkehr im Vergleich zu 2019 konstant. Am Wochenende stieg sie laut Statistischem Bundesamt sogar.

Durch Mobilfunkdaten lassen sich Effekte des 9-Euro-Tickets erkennen

Als Grundlage für die Auswertung dienten Mobilfunkdaten des Anbieters Telefónica, zu dem unter anderem O₂ gehört. Mobilfunkanbieter können erkennen, mit welchen Funkzellen SIM-Karten ihrer Kundinnen und Kunden verbunden sind, so lassen sich Bewegungen erkennen. Anhand dieser Daten, die anonymisiert ausgewertet werden, wurde eine Zuordnung der Bewegungen zu Straßen-, Schienen- und Luftverkehr vorgenommen.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies allerdings erst ab einer Reisedistanz von 30 Kilometern möglich. Alle kürzeren Strecken wurden daher – gemeinsam mit Daten, die aus anderen Gründen nicht zugeordnet werden konnten – in der Kategorie "Sonstige" gebündelt. Zur Kategorie "Straßenverkehr" ist außerdem anzumerken, dass keine Unterscheidung zwischen der Nutzung eines privaten Pkw und beispielsweise eines Busses zu erkennen ist. Menschen, die vom Auto auf eine Busverbindung umsteigen, wurden daher nicht erfasst.

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Vor allem kurze und mittlere Bahnstrecken werden deutlich häufiger genutzt

Ein Blick auf die Details der Daten zur Bahnnutzung zeigt, dass der Anstieg im Schienenverkehr vor allem auf Bahnreisen unter 300 Kilometer entfallen ist. Kurze Strecken (30 bis 100 Kilometer) wurden von Juni bis August rund 43 Prozent häufiger registriert als 2019, in der letzten Maiwoche lagen diese 2019 und 2022 etwa gleichauf.

Auch bei mittleren Distanzen (100 bis 300 Kilometer) war ein enormer Anstieg zu erkennen: Die Zahlen lagen im Sommer 2022 rund 57 Prozent über denen von 2019. Auch in der letzten Mai-Woche lagen sie bereits über dem Wert von 2019, hier betrug der Unterschied aber noch lediglich 18 Prozent. Der Anstieg ist also größtenteils auf das 9-Euro-Ticket zurückzuführen.

Auf lange Bahnreisen (mehr als 300 Kilometer) scheint das Ticket hingegen keinen besonderen Effekt gehabt zu haben. Zwar lagen auch hier die Werte im Sommer 2022 deutlich über denen von 2019, doch im Vergleich zum Mai gab es keinen klaren Anstieg. Das passt mit den Konditionen des 9-Euro-Tickets zusammen: Dieses galt für Regionalzüge, die vor allem für kürzere und mittlere Strecken genutzt werden. Zwar lassen sich theoretisch auch lange Strecken mit Regionalzügen zurücklegen, dafür hätten die Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer aber häufig umsteigen und viel zusätzliche Zeit einplanen müssen.

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Dass die Anstiege direkte Folgen des günstigen Tickets waren, zeigt auch die Entwicklung ab dem 1. September: Sobald das 9-Euro-Ticket nicht mehr verfügbar war, ging auch die Zahl der Bahnreisen wieder deutlich zurück und näherte sich schnell wieder den Werten von 2019. Die Zahlen geben also keinen Hinweis darauf, dass Menschen durch das 9-Euro-Ticket das Bahnfahren für sich entdeckt hätten und auch ohne den Preisanreiz weiter auf dieses Verkehrsmittel setzen würden.

Das 9-Euro-Ticket wurde besonders häufig für Ausflüge verwendet

Hinweise, wofür die Menschen das 9-Euro-Ticket verwendet haben, liefert die Auswertung der Zahlen für einzelne Wochentage. Diese zeigen, dass die Mobilität im Schienenverkehr im Vergleich zu 2019 am Wochenende deutlich stärker gestiegen ist als unter der Woche. So wurden zwischen Montag und Freitag im Schnitt 24 Prozent mehr Fahrten erfasst als im Vergleichszeitraum. An Samstagen und Sonntagen hat sich die Zahl der Bahnreisen mit einem Anstieg um 105 Prozent aber sogar verdoppelt. Der deutliche Anstieg der Wochenenddaten lässt laut Statistischem Bundesamt einen klaren Schluss zu: Wie das Amt in seiner Auswertung schreibt, wurde das 9-Euro-Ticket besonders intensiv für Ausflüge verwendet.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

14.09.2022

Das Ziel der Maßnahmen 9-Euro-Ticket war es ja, Benzin einzusparen. Gemessen an diesem Ziel war der ganze Zauber ein vollständiger und Milliardenschwerer Schlag ins Wasser. Aber das scheint ja bei dieser Regierung zur Normalität zu werden.

Gleichzeitig ist das 9-Euro-Ticket ein weiter Bruchstrich zwischen Stadt und Land. Die Städter konnten sich die Monatstickets sparen, die Landbevölkerung musste weiter Auto fahren und hatte vom 9-Euro-Ticket nichts.

Nun ist es vorbei - und es hat nichts gebracht. Außer das eine Reihe von Berufspendlern wieder Auto gefahren sind, weil ihnen die tägliche Fahrt in überfüllten Zügen den letzten Nerv geraubt hat, oder sie ihr Fahrrad zur Weiterfahrt am Ziel, nicht mitnehmen konnten

13.09.2022

Das 9 Euro-Ticket hat vorübergehend die üblen und teuren "Verkehrsverbünde" ausgehebelt. Jetzt ist es wieder wie zuvor.
Wie die Statistik feststellt, ist die Wirkung des zeitlich befristeten "Experiments" verpufft. Für das Gemeinwesen nichts
gewesen -- außer Kosten durch das Gießkannenprinzip. .

13.09.2022

Ein Standardticket (Regiozug) von Donauwörth nach Augsburg kostet einfach 14,40 € und von Günzburg nach Augsburg 15,10 €.
Eine „Schülermonatskarte ICE“ von Donauwörth nach Augsburg kostet 148,-- €.
Eine „Schülermonatskarte (Regiozug)“ von Günzburg nach Augsburg kostet 205,70 €.

Jetzt im September (Schulbeginn) und im Oktober (Uni-Start) wird das 9 € Ticket nicht mehr angeboten.
Schaut euch mal die Parkplätze vor den Fachhochschulen und Uni`s an.
Um diesen „Kundenstamm“ auf den ÖPNV zu bringen muss dieses 9 € Ticket (oder auch ein 29 oder 365 € Ticket) weiterhin gelten. Nicht unbedingt für Ausflügler und Touris, sondern konkret für Schüler/Studenten (gerne auch für weitere Personenkreise). Allerdings sollten diese dann wohl überlegt sein.
Die Bilder von überfüllten Bahnhöfen und Zügen an den Ausflugstagen sind vernichtendes Urteil genug! Und kein Minister oder Virologe hegt Befürchtungen – Corona ist aber nicht vorüber.

Bund, Staatsregierung, Kommunen und Kreise bekennen sich meist dazu, dass beim ÖPNV deutlich mehr geschehen muss. Das ist aber auch ein Eingeständnis des eigenen Versagens. Denn bislang wurde nur getan, was unbedingt notwendig war und selbst das nicht konsequent.
Von dem 365-Euro-Jahresticket ist vom Ministerpräsidenten Söder auch nichts mehr zu hören.

13.09.2022

>>Schaut euch mal die Parkplätze vor den Fachhochschulen und Uni`s an.<<

Studenten bekommen schon lange stark verbilligte Semestertickets.

11.07.2022

Der Preis alleine wird den ÖPNV nicht attraktiver machen. Das Angebot muss natürlich passen und hierfür sind erhebliche Investitionen in die Infrastruktur nötig. Fatalerweise gehen viele Zugverspätungen, in diesem Tagen auf das Konto von Baustellen. Ein notwendiges Übel.

Für mich die größte Errungenschaft des 9€-Tickets ist der verbundübergreifende Tarif. Eine sehr große Barriere bei der Nutzung des ÖV für Reisen in andere Verkehrsverbünde ist es, andere Tarifsysteme überhaupt zu verstehen. Ich scheitere jedes Mal obwohl ich mich anstrenge. Entweder zahle ich in der Folge zu viel oder ich fahre aus versehen schwarz.
Dieses Experiment zeigt, dass eine verbundübergreifendes Angebot sehr gut funktioniert und das Reisen erheblich vereinfacht.
Es müssen keine 9€ sein, aber das verbundübergreifende Ticket muss Schule machen.

10.07.2022

Das 9€ Ticket ist nichts anderes wie Brot und Spiele fürs Volk.
Wenn das Volk damit beschäftigt ist durch Land zu reisen, kommt es nicht auf dumme Gedanken.

10.07.2022

Diejenigen, welche sich jetzt das "Neun-Eiro-Ticket" gekauft haben werden sich in der Mehrzahl nach dem Wegfall kein weiteres Ticket kaufen. für den Stadt- und Stadtnahen Bereich ist ein ÖPNV-Ticket unter Umständen vorteilhaft, Aiu dem Land aber nicht. Z.B.: eine Fahrt, außerhalb der Stoßzeiten, von Anhausen nach Neuburg an der Donau war durch Verspätungen und dadurch Warten auf spätere Anschlusszüge, eine gefühlte "Weltreise". Solange der Bahnverkehr nicht in "geordneten Bahnen" verläuft, kann ich Reisende, welche täglich mit dem Zug zur Arbeit müssen, nur bedauern. Haben Bus und dann auch der Zug nur minimale Verspätungen, kann so eine Fahrt zur Arbeit sehr lange dauern, da ist am dann eben mit dem Auto flexibler und weitaus schneller. Solange die Bahn und andere Verkehrsträger ihre Pünktlichkeit und Anschlussmöglichkeiten nicht in den Griff bekommen, wird das, auch mit einem billigeren Ticket, nicht zum Erfolg führen. Ich selbst fahre gerne lange Strecken mit der Bahn, habe eine Bahncard (muss allerdings, feststellen dass hier auch einige Vergünstigungen gestrichen wurden), und stelle meinen Fahrplan so zusammen, dass ich, wenn möglich, nicht Umsteigen muss, und wenn, ausreichend Zeit (mindestens 30 min.) dafür habe.