Die USA wollen trotz der Tötung von zwei Millitärberatern weiter mit Afghanistan zusammen arbeiten. Dies erklärte am Samstag das Weiße Haus in Washington. Ein Sprecher sagte: "Die USA bleiben bei der Partnerschaft mit der afghanischen Regierung und dem afghanischen Volk, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen, Al-Kaida zu zerschlagen." Zwei zur Afghanistan-Truppe ISAF gehörende US-Berater waren am Samstag im Kabuler Innenministerium erschossen worden; zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.
Gewaltsame Proteste gegen Koran-Verbrennungen
Nachdem bekannt geworden war, dass US-Soldaten auf dem Stützpunkt Bagram Koran-Exemplare verbrannt hatten, gibt es in Afghanistan seit Tagen blutige Proteste. Bei Zusammenstößen wurden bislang mehr als 25 Menschen getötet. Auch eine offizielle Entschuldigung von US-Präsident Barack Obama konnte die Gewalt nicht eindämmen.
Obama telefonierte den Angaben zufolge am Samstag mit ISAF-Kommandeur John Allen und unterstützte dabei ausdrücklich alle getroffenen Maßnahmen, "um unsere Soldaten und die Zivilisten in Afghanistan zu schützen".
NATO-Mitarbeiter aus afghanischen Ministerien abgezogen
John Allen hatte zuvor entschieden, sämtliche NATO-Mitarbeiter aus afghanischen Ministerien abzuziehen. Damit reagierte er auf die Tötung der beiden US-Berater. afp
Image-Desaster durch Koran-Verbrennungen