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Bundesnachrichtendienst: Technische Probleme: Umzug des BND verzögert sich bis 2017

Bundesnachrichtendienst

Technische Probleme: Umzug des BND verzögert sich bis 2017

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    Der BND wird erst 2017 komplett in seine neue Hauptzentrale in Berlin umziehen.
    Der BND wird erst 2017 komplett in seine neue Hauptzentrale in Berlin umziehen. Foto: Soeren Stache, dpa

    Der vollständige Umzug des Bundesnachrichtendienst in seine neue Zentrale in Berlin verzögert sich erneut. Voraussichtlich wird die Verlegung erst im Jahr 2017 beendet werden.

    Grund seien Probleme mit der technischen Ausstattung des neuen Gebäudekomplexes. So soll es Komplikationen geben mit Bewegungsmeldern und Sensoren, aber auch das Lüftungssystem sei noch nicht betriebsbereit.

    BND-Umzug bereits einmal wegen Klimaanlage verzögert

    Das sind die deutschen Geheimdienste

    In Deutschland gibt es drei Geheimdienste: Den Bundesnachrichtendienst (BND), das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und den Militärischen Abschirmdienst (MAD) der Bundeswehr.

    Zusätzlich verfügen die Bundesländer über eigene Landesämter für den Verfassungsschutz.

    Offiziell spricht man übrigens nicht von Geheimdiensten, sondern von Nachrichtendiensten. Auch das Wort "Spionage" hört man offiziell nur ungern. Stattdessen spricht man eher von "Aufklärung" oder "Informationsgewinnung mit nachrichtendienstlichen Methoden".

    Die Arbeit aller drei deutschen Geheimdienste wird vom Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) überprüft. Das PKG ist ein Gremium des deutschen Bundestags.

    Der Bundesnachrichtendienst (BND) mit Sitz in Pullach bei München und Berlin ist für die Auslandsaufklärung zuständig. Seine 6000 Mitarbeiter beschaffen also Informationen aus dem Ausland oder über das Ausland. Daneben ist der BND auch immer häufiger bei der Beschaffung von Informationen über die organisierte Kriminalität im Einsatz.

    BND-Mitarbeiter arbeiten offen oder verdeckt. Sie observieren, werten Medien aus, spionieren, führen Auslandsagenten, und überwachen Telefone oder Internetverbindungen.

    Grundlage für die Arbeit des BND ist das Gesetz über den Bundesnachrichtendienst von 1990 (BNDG).

    Der deutsche Inlandsgeheimdienst ist das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Die rund 2500 Mitarbeiter haben die Aufgabe, Informationen über verfassungsfeindliche und extremistische Aktivitäten zu sammeln. Daneben ist das BfV für die Spionageabwehr zuständig.

    Die Verfassungsschützer arbeiten offen und verdeckt. Sie werten Medien aus, überwachen Telefone und Internetverbindungen, arbeiten mit sogenannten V-Leuten, die aus der extremistischen oder verfassungsfeindlichen Szene heraus berichten.

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz untersteht dem Bundesinnenministerium. Grundlage seiner Arbeit ist das Bundesverfassungsschutzgesetz.

    Das Amt für den militärischen Abschirmdienst (MAD) ist der Geheimdienst der Bundeswehr. Es beschäftigt rund 1250 Mitarbeiter.

    Hauptaufgaben des MAD sind die Spionageabwehr und die Sabotageabwehr. Außerdem soll der Militärische Abschirmdienst Extremismus und Terrorismus abwehren.

    Der MAD ist auch an Auslandseinsätzen der Bundeswehr beteiligt. Dort sammeln seine Mitarbeiter Informationen die nützlich sein könnten, um die Sicherheit der Bundeswehr im Ausland zu gewährleisten.

    Die Bild am Sonntag berichtete über die erneute Verzögerung, die Informationen wurden gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von einem ungenannten BND-Mann bestätigt. "Wir sind jetzt sieben Monate im Verzug", so der Informant. Auf Anfrage wollte der BND sich nicht äußern.

    Erster Spatenstich für das derzeit größte Bauprojekt des Bundes war bereits im Oktober 2016. Nach mehrmaliger Verzögerung, unter anderem wegen großer Probleme mit der Klimaanlage, war der Bezug des Hauptgebäudes zuletzt für Ende 2016 vorgesehen gewesen. Rund 4000 Mitarbeiter sollen in der neuen Zentrale arbeiten.

    Gesamtkosten für Umzug nach Berlin rund 1,3 Milliarden Euro

    Ursprünglich war veranschlagt worden, dass der Bau der neuen BND-Zentrale 730 Millionen Euro kosten werde. Nach Umplanungen, Streit mit Firmen und Pfusch am Bau geht das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung mittlerweile von 921,4 Millionen Euro Baukosten aus. Insgesamt rechnet der BND mit Gesamtkosten von 1,3 Milliarden Euro für den Umzug nach Berlin. lby

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