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Eine schnelle Lösung für die Impf-Probleme der EU wird es nicht geben

Kommentar Von Detlef Drewes
10.02.2021

Die Europäische Union gerät bei den Impfungen gegen das Coronavirus in den Hintergrund. Es bleibt nur das Warten auf eine Wende im zweiten Quartal.

Israel ist besser als die EU. Großbritannien sowieso. Und etliche weitere Staaten auf der Welt auch. Die Europäische Union, die sonst gerne auf ihre Vorreiterrolle pocht, geriet bei den Impfungen gegen das Coronavirus ins Hintertreffen. Das stimmt. Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hat das am Mittwoch in Brüssel eingestanden. Aber sie machte auch klar, dass eine endlose Ursachenforschung wenig bringt. Denn jetzt zählt nur eines: Woher bekommt die Gemeinschaft schnell ausreichend sicheren Impfstoff?

 

Rasche Lösungen sind kaum realistisch

Rasche Lösungen sind schwer bis unmöglich. Brüssel müsste politische Hindernisse wie beispielsweise den Export-Bann der USA aus der Welt schaffen – vor allem wenn es um Vakzine geht, die in Europa hergestellt wurden. Die EU-Kommission müsste in die Produktion der Vakzine rasch und viel investieren – wohl wissend, dass so etwas normalerweise länger als ein Jahr dauert. Mindestens. So widerstand von der Leyen wenigstens dem untauglichen Versuch, sich auf neue unhaltbare Versprechungen einzulassen.

Denn es bleibt dabei: Die Gemeinschaft wird frühestens im zweiten Quartal 2021 genügend Vakzine haben, um ihre Impfpläne durchziehen zu können. Bis dahin muss das, was verfügbar ist, möglichst effizient eingesetzt werden.

Lesen Sie auch: Von der Leyen räumt Fehler ein: So will die EU das Impfen nun beschleunigen

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11.02.2021

Astra Zeneca hat eine verbesserte Version des Impfstoffes in Aussicht gestellt. Ich sehe keine Notwendigkeit, mich vorschnell mit einer "alten" Version impfen zu lassen. Erst mal in Ruhe abwarten, wie sich die Sache entwickelt und welcher Impfstoff am sichersten ist. Es gibt etliche Impfstoffe, die hier noch eine Zulassung bekommen.

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10.02.2021

Brüssel scheint mit allem Probleme zu haben nicht nur mit Corona sondern auch mit Volkswirtschaft, Solidarität, Strategie, Sicherheit, Einigkeit etc. Was ist übrig geblieben von Europa? Gibt es Europa überhaupt oder nur noch die Lobbyisten, die sich an Europa bereichern?

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11.02.2021

Keine Sorge, jetzt ist ja die Frau UvdL da. Sie hat ja schon in allen ihren bisherigen Ministerien "gut bestellte Häuser" hinterlassen. Sie wird die EU in dem aus ihrer Sicht bewährt hervorragenden Stil auch auf Kurs bringen - zusammen mit ihren bezahlten Beratern - wohin auch immer.

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