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Corona-Krise
14.03.2020

Brasilianische Delegation hatte bei Trump-Besuch Corona-Virus im Gepäck

Jair Bolsonaro soll sich nochmal auf das Corona-Virus testen lassen. Zusammen mit einer Delegation hatte der Präsident von Brasilien Donald Trump besucht. Vier seiner Mitreisenden sind nun positiv getestet worden.
Foto: Marcos Correa, Presidencia Planalto/dpa

Mindestens vier Mitglieder von Brasiliens Delegation, die mit US-Präsident Trump zu Abend gegessen hat, tragen das Coronavirus in sich. Was das für die Staatschefs Bolsonaro und Trump bedeutet.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro soll sich einem weiteren Test auf das Coronavirus unterziehen. Er hatte mitgeteilt hatte, dass sein erster Test negativ ausgefallen sei.

Die Empfehlung stammte nach Informationen des brasilianischen Fernsehsenders TV Globo von Freitagabend (Ortszeit) von Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta. Das Protokoll sehe vor, diese Untersuchung in bis zu sieben Tagen vornehmen zu lassen.

So lange dürfte Bolsonaro isoliert im Alvorada-Palast in Brasília bleiben, wo er mit Frau Michelle und Tochter Laura lebt. Außer Jair und Michelle Bolsonaro hatten sich am Donnerstag verschiedene Mitglieder testen lassen, die mit der brasilianischen Delegation in die Vereinigten Staaten gereist waren und dort am Samstag Präsident Donald Trump zum Abendessen getroffen hatten. Denn bei Kommunikationssekretär Fábio Wajngarten war am Donnerstag das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Wajngarten hatte bei seiner Rückkehr aus den USA Grippesymptome gezeigt.

 

Corona-Virus: Zahl der infizierten brasilianischen Delegationsmitglieder erhöht sich auf vier

Die Zahl der Infizierten aus der Delegation ist seitdem auf mindestens vier gestiegen. Senator Nelsinho Trad und Bolsonaro-Anwältin Karina Kufa bestätigten ihre positiven Tests ebenso wie die brasilianische Botschaft in den USA für den geschäftsführenden Botschafter Nestor Forster auf Twitter. Nach ärztlichem Rat werde Forster seine Selbstquarantäne, in die er sich bereits vorsorglich begeben hatte, um weitere zwei Wochen verlängern, hieß es da.  

 

US-Präsident Donald Trump macht sich wegen Corona-Ansteckung keine Sorgen

Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump dennoch erneut, dass es ihm keine Sorgen bereite, mit Wajngarten am gleichen Ort gewesen zu sein. Er will sich unter wachsendem Druck nun allerdings wahrscheinlich doch auf das Coronavirus testen lassen. "Sehr wahrscheinlich ja", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage. "Wir arbeiten einen Zeitplan aus." In Brasilia geht man davon aus, dass die Delegationsmitglieder sich in Florida angesteckt haben.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, hatte am Donnerstag mitgeteilt, Trump habe fast keinen Umgang mit der Person gehabt. Es gebe daher keine Notwendigkeit für einen Test. Trump sagte am Freitag: "Wir haben keinerlei Symptome." (dpa)

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