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Terrorvorwürfe

11.09.2018

Deutscher offenbar zu langer Haft in der Türkei verurteilt

Ein 55-jähriger Deutscher soll in der Türkei bereits im Juli 2017 zu einer Haftstrafe von mehr als neun Jahren verurteilt worden sein.
Bild: Christian Charisius, dpa (Symbolbild)

Ein 55-jähriger Deutscher mit türkischen Wurzeln soll wegen Terrorvorwürfen in der Türkei in Haft sitzen. Es geht um eine Verbindung zur Gülen-Bewegung.

Seit mehr als einem Jahr sitzt ein deutscher Staatsbürger in der Türkei nach einem Medienbericht wegen Terrorvorwürfen mit einer langjährigen Haftstrafe im Gefängnis. Der 55-Jährige sei bereits im Juli 2017 zu neun Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, berichteten WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf das ihnen vorliegende Urteil.

Nach Putschversuch in der Türkei: Wohl ein Deutscher verurteilt

Ihm werde vorgeworfen, aktives Mitglied in einem Unternehmerverein gewesen zu sein, der der Bewegung des türkischen Predigers Fethullah Gülen nahesteht. Die Türkei sieht den im Exil in den USA lebenden Prediger als Drahtzieher des gescheiterten Putsches vom Juli 2016.

Dem Bericht zufolge war der heute 55-jährige Nejat U. aus der Türkei zum Studium nach Deutschland gekommen und hatte viele Jahre in Aachen gelebt. In der Türkei habe er später in seinem Geburtsort eine Firma gegründet, die er bis zu seiner Verhaftung im April 2017 geleitet habe.

Das Auswärtige Amt habe sich auf Nachfrage nicht zu der Rechtmäßigkeit des Urteils äußern wollen, heißt es in dem Bericht. Der Mann werde vom deutschen Konsulat in Izmir betreut. (dpa)

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