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Die Wahl von Joachim Gauck: Diese Promis wählen den Bundespräsidenten

Die Wahl von Joachim Gauck

Diese Promis wählen den Bundespräsidenten

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    Mal schauen wem er seine Stimme geben wird: Trainerlegende Otto Rehhagel ist in die Bundesversammlung eingeladen worden.
    Mal schauen wem er seine Stimme geben wird: Trainerlegende Otto Rehhagel ist in die Bundesversammlung eingeladen worden. Foto: Archiv

    Eigentlich tritt die Bundesversammlung nur alle fünf Jahre zusammen. Eigentlich. Am 18. März ist es das dritte Mal - innerhalb von drei Jahren. Dann wird wohl Joachim Gauck von der Bundesversammlung zum neuen Präsidenten gekührt.

    Otto Rehhagel wählt bereits zum zweiten Mal den Bundespräsidenten

    Die Versammlung wählt den Bundespräsidenten - das ist ihre einzige Aufgabe. Die Hälfte der Wahlmänner besteht aus Abgeordneten, die andere aus Delegierten. Einige Bundesländer schicken dabei auch den ein oder anderen Prominenten zur Wahl. Dieses Jahr mit von der Partie: Hertha-Trainer "König Otto" (Rehhagel). Er ist von der Berliner CDU als Wahlmann verpflichtet worden.

    Der 73-jährige Rehhagel macht den Job bereits zum zweiten Mal: Schon 1999 ging er an die Wahlurne, als Johannes Rau Bundespräsident wurde.

    Neben dem Hertha-Coach wird auch Verlegerin Friede Springer (Axel Springer AG, zu der auch Welt Online gehört) für die Berliner Christdemokraten in die Bundesversammlung gehen.

    Weitere Sportler in der Bundesversammlung

    Die Linke nominierte für die Bundesversammlung die frühere Tennisspielerin Claudia Kohde-Kilsch, wie die Welt berichtet. Die 48 Jahre alte ehemalige Doppel-Spezialistin wirbt derzeit im Saarland für Oskar Lafontaine bei dessen Kampagne zur Landtagswahl am 25. März. Kohde-Kilsch war mit Steffi Graf unter anderem Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul und holte den Fed Cup 1987.

    Für die schleswig-holsteinische SPD wird unter anderem die Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn den neuen Bundespräsidenten wählen. "Ich war sehr überrascht und geehrt und habe natürlich sofort zugesagt. Ich bin sehr gespannt", sagte die querschnittsgelähmte Schwimmerin am Wochenende dem Holsteinischen Courier.

    Thüringens Ex-Ministerpräsident Dieter Althaus mit dabei

    Zu den prominenten Wählern zählen ansonsten noch der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus. (mit dpa)

    Zitate von Joachim Gauck

    "Unsäglich albern" (16.10. 2011, zur Finanzmarkt-Debatte)

    "Das wird schnell verebben." (16.10.2011, zur internationalen Protestbewegung "Occupy")

    "Wir träumten vom Paradies und wachten auf in Nordrhein-Westfalen." (24.06.2010, über die Ernüchterung vieler Ostdeutscher über das Leben im wiedervereinigten Deutschland)

    "Ich würde in der Tradition all derjenigen Bundespräsidenten stehen, die sich gehütet haben, die Politik der Bundesregierungen zu zensieren. Mancher wünscht sich ja einen Bundespräsidenten wie einen Kaiser, als letzte Instanz über allem - das darf er nicht sein." (25.6.2010, bei seinem ersten Anlauf zur Präsidentschaft im Fernsehsender n-tv über sein Amtsverständnis.)

    "Es schwächt die Schwachen, wenn wir nichts mehr von ihnen erwarten." (3.10.2010 bei einer Feierstunde im Berliner Abgeordnetenhaus zum Einheits-Jubiläum)

    "Denn als Bürger der DDR haben ich und viele andere Menschen im ganzen Osten Europas Ohnmacht erlebt und trotz Ohnmacht Ähnliches geschafft: Es gibt ein wahres Leben im falschen.". (10.10.2010 bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den israelischen Schriftsteller David Grossmann)

    «Verantwortung ist dem Untertan meistens fremd. Was er am besten kann, ist Angst haben.» (1999 über Furcht vor der Freiheit bei Menschen in Ostdeutschland)

    "Wir sind nicht dazu da, vor dem Verbrechen zu kapitulieren und vor dem Unheil zu flüchten." (29.11.2010, vor der Entgegennahme des Geschwister-Scholl-Preises)

    „Er hat über ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik.“ (2011 über Thilo Sarrazin und sein Buch über Migrationspolitik.

    «Es schwächt die Schwachen, wenn wir nichts mehr von ihnen erwarten.» (3.10.2010 bei einer Feierstunde zum Einheits-Jubiläum)

    "Wir dürfen uns von den Fanatikern und Mördern nicht unser Lebensprinzip diktieren lassen." (27.7.2011, bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten aus Sicherheitsaspekten als Reaktion auf Terror)

    "Geben Sie mir einfach noch ein wenig Zeit." (17.2.2012, auf die Frage eines Reporters, ob er bereit für eine Kandidatur als Bundespräsident sei)

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