Doch wer verbirgt sich hinter der 46-Jährigen, die Wirtschaftsminister Rainer Brüderle beerben will?
Die Landesvorsitzende der baden-württembergischen FDP gilt in Berliner Kreisen als fleißig und uneitel. Sie habe eine große Sachkenntnis und ein gutes Organisationsvermögen. Leute, die schlecht vorbereitet wird, sind ihr ein Graus - und gibt das auch zu verstehen. Auf die mehrmals wiederholte Bitte, doch langsamer zu reden, antwortet Homburger gerne mit dem Satz: "Dann müsst Ihr halt schneller denken."
Aus dem Privatleben der 46-Jährigen gibt es nur wenige Informationen. Sie ist einem Zahnarzt verheiratet, die beiden haben keine Kinder. Ihr Vater war am Bodensee als Sargschreiner tätig.
Schon die Wiederwahl als Landesvorsitzende gelang am vergangenen Wochenende nur mit Mühe. Nun sieht es auch so aus, als müsste Homburger auch den Fraktionsvorsitz abgeben. In diesem Amt ist es ihr nicht gelungen, der Ansammlung von 93 Abgeordneten Profil zu geben. Ihre Reden gelten nicht gerade als Sternstunden im Parlament. Zudem halten manche in der eigenen Fraktion der ehemaligen Verteidigungs-Expertin vor, sich bisweilen im Ton zu vergreifen. "Wie auf dem Kasernenhof", heißt es über sie. dpa