Das meldeten übereinstimmend die Polnische Nachrichtenagentur PAP und russische Nachrichtenagenturen. Nach ersten Polizeiangaben starben 87 Menschen, insgesamt waren 132 Menschen in der Tupolew TU-154. Der russische Gouverneur der Region Smolensk Sergej Antufijew erklärte, dass alle Insassen der Maschine ums Leben gekommen seien.
Lech Kaczynski war mit einer Delegation auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn. Auch die Ehefrau des Präsidenten, der Generalstabschef und der Vize-Außenminister waren nach Angaben eines Sprechers des polnischen Außenministeriums an Bord.
Zum Zeitpunkt des Absturzes 10.50 Uhr Ortszeit (8.50 MESZ) herrschte nach Angaben des russischen Zivilschutzministeriums Nebel. Die aus Warschau kommende Maschine war im Landeanflug, als sie auf Baumwipfel prallte.
Die Absturzsache war zunächst aber unklar. Der russische Präsident Dmitri Medwedew wurde sofort über den Absturz südlich der Stadt Smolensk informiert. Er setzte eine Untersuchungskommission unter Leitung von Regierungschef Wladimir Putin ein. dpa/AFP/AZ