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Historischer Sieg für Frauen bei Wahl in Kuwait

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Historischer Sieg für Frauen bei Wahl in Kuwait

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    Historischer Sieg für Frauen bei Wahl in Kuwait
    Historischer Sieg für Frauen bei Wahl in Kuwait Foto: DPA

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur KUNA am Sonntag berichtete, errangen bei den vorgezogenen Neuwahlen in dem arabischen Golfstaat am Samstag 4 von insgesamt 16 Kandidatinnen ein Mandat. "Ein historischer Tag", jubelten die Politikerinnen.

    Erfolgreicher als in den Vorjahren schlugen sich diesmal auch die liberalen Kandidaten und die Schiiten. Die sunnitischen Islamisten, die durch ihre Kritik die letzte Regierung zu Fall gebracht hatten, mussten dagegen Verluste hinnehmen. Parteien sind in Kuwait, wo die Stämme großen Einfluss haben, verboten. Die Kandidaten treten daher meist als "Unabhängige" an.

    Um die 50 Sitze im Parlament ("Madschlis al-Umma") hatten sich insgesamt 210 Kandidaten beworben. Der Emir Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah hatte am 18. März das Parlament aufgelöst und vorgezogene Neuwahlen angeordnet, nachdem es zu einem Dauerstreit über Korruption zwischen einigen Parlamentariern und der Regierung unter seinem Neffen, Ministerpräsident Scheich Nasser Al-Sabah, gekommen war.

    Außerdem hatten die Islamisten mehr Sozialleistungen gefordert und sich gegen ein Maßnahmenpaket der Regierung gestellt, das diese zur Bewältigung der Folgen der globalen Wirtschaftskrise geschnürt hatte. Das kleine Golfemirat, in dem nur 384 000 Bürger wählen dürfen, ist der viertgrößte Öl-Exporteur weltweit.

    Die kuwaitischen Frauen hatten erst 2005 das aktive und passive Wahlrecht erhalten. Bei den Parlamentswahlen von 2006 und 2008 hatte sich jedoch keine einzige Kandidatin durchsetzen können. Anders als in Saudi-Arabien gibt es in Kuwait keinen Kopftuchzwang. Frauen dürfen sich in der Öffentlichkeit kleiden, wie sie wollen.

    Vor der ersten Sitzung des neuen Parlaments muss der Emir erst noch einen Ministerpräsidenten bestimmen, der dann sein Kabinett zusammenstellt. Es wird erwartet, dass auch der neue Ministerpräsident ein Mitglied der Herrscherfamilie sein wird.

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