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In den Tod gerast: Keine Überlebenschance: Haider war viel zu schnell

In den Tod gerast

Keine Überlebenschance: Haider war viel zu schnell

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    Keine Überlebenschance: Haider war viel zu schnell
    Keine Überlebenschance: Haider war viel zu schnell

    Wien, 12. Oktober (AFP/dpa) - Der österreichische Rechtspopulist und Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) Jörg Haider ist vor seinem tödlichen Autounfall viel zu schnell gefahren.

    Der 58-Jährige sei zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nacht zum Samstag mit 142 Stundenkilometern doppelt so schnell unterwegs gewesen wie auf der Strecke erlaubt, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Sonntag. Sein Dienstwagen sei technisch völlig in Ordnung gewesen, sagte die Staatsanwaltschaft nach der Untersuchung des Wracks. Auf der Strecke gilt ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern, knapp 100 Meter nach dem Unfallort wird es auf 50 Stundenkilometer geändert.

    Haider hat einem vorläufigen Obduktionsbericht zufolge nach seinem Autounfall keine Überlebenschance gehabt. Der Politiker habe mehrere jeweils tödliche Verletzungen erlitten, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Gottfried Kranz, am Sonntag der Nachrichtenagentur APA.

    Haider sei auf der Stelle tot gewesen, jede der festgestellten schweren Verletzungen hätte schon allein zum Tod geführt. Die Staatsanwaltschaft warte nun noch auf das Ergebnis der technischen Untersuchung des Autowracks, sagte Kranz.

    Haider war in der Nacht zum Samstag mit seinem Dienstwagen im Süden von Klagenfurt von der Straße abgekommen und gegen einen Betonpfeiler geprallt. Der 58-jährige Landeshauptmann von Kärnten war auf dem Heimweg von einer Abendveranstaltung.

    Das Unfallauto, ein Phaeton V6 mit Allradantrieb, wurde laut APA bei dem Crash total beschädigt. So seien beim Eintreffen der Rettungskräfte beide Vordertüren herausgerissen gewesen, in der Windschutzscheibe habe ein großes Loch geklafft.

    Haider war eine der umstrittensten Persönlichkeiten der österreichischen Politik. 1999 war seine damalige Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) aus den Parlamentswahlen als zweite Kraft hinter der konservativen ÖVP hervorgegangen und von ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel in eine Regierungskoalition geholt worden. Haider selbst war im Kabinett nicht vertreten, da er wegen seiner Äußerungen zum Nationalsozialismus als untragbar galt.

    So hatte er Konzentrationslager als "Straflager" bezeichnet und von einer "ordentlichen Beschäftigungspolitik" des Dritten Reichs gesprochen. Bei den Parlamentswahlen Ende September erzielte Haiders neue Partei, das nach einem Zerwürfnis mit der FPÖ gegründete Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ), einen Stimmenanteil von elf Prozent.

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