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Jagd

08.03.2019

Klöckner erteilt Wildschwein-Jagd mit Pfeil und Bogen Absage

Julia Klöckner (CDU), Bundesagrarministerin, will die bestehenden Jagdgesetze nicht ändern.
Bild: Britta Pedersen, dpa

Exklusiv Das Bundeslandwirtschaftsministerium will die bestehenden Jagdgesetze nicht ändern und verweist auf den Tierschutz und Hygienevorschriften.

Die Jagd mit Pfeil und Bogen auf Wildschweine und andere Tiere bleibt in Deutschland auch in Zukunft verboten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium sieht „derzeit keinen Änderungsbedarf an den bestehenden Regelungen“. Das Haus von Ministerin Julia Klöckner (CDU) schob damit Bemühungen unter anderem der brandenburgischen Gemeinde Stahnsdorf einen Riegel vor. Deren Verantwortliche hatten Kontakt mit dem Ministerium aufgenommen, „um die Gesetzeslage hinsichtlich ergänzender Bogenjagd zu ändern“.

Jagd mit Pfeil und Bogen entspricht nicht dem Tierschutzgesetz

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies gegenüber unserer Redaktion darauf hin, dass laut Tierschutzgesetz die Tötung eines Wirbeltiers nur vorgenommen werden dürfe, „wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen“. Der Schuss mit Pfeil und Bogen stelle keine Jagdausübung nach waid- und tierschutzgerechten Grundsätzen dar, betonten die Experten aus dem Haus von Ministerin Klöckner.

Sollte es einen Treffer mit Pfeil und Bogen geben, dürfte der Wildschweinbraten auch gar nicht auf den Tisch. Es sei „nach den lebensmittelhygienerechtlichen Vorschriften nicht erlaubt, Fleisch von Wild, das mit Pfeil und Bogen erlegt wurde, für den menschlichen Verzehr zu verwenden.“ (lan)

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