Wer ins Krankenhaus geht, will die bestmögliche Versorgung, um gesund zu werden. Das ist nur möglich, wenn die gut ausgebildeten Ärzte über die notwendige Erfahrung und Routine verfügen, wenn die Ausstattung der Klinik den Anforderungen entspricht und ausreichend Pflegepersonal zur Verfügung steht. So weit so gut.
Dass nicht überall alles möglich ist, hat man schon früher festgestellt. Da hatten selbst kleinste Städte ihr eigenes Krankenhaus – wohnortnahe Versorgung war das Hauptziel. Heute kann sich das kaum noch jemand vorstellen. Das große Krankenhaussterben liegt 30 und mehr Jahre zurück.
Die großen Krankenhäuser wachsen
Die Entwicklung ist nicht abgeschlossen. Der Trend geht eindeutig zu den größeren Häusern mit der größtmöglichen Kompetenz. Es wird zu einer „Abstimmung mit den Füßen“ der Patienten kommen – soweit sie selbst dazu noch in der Lage sind, die Klinik auszuwählen. Entfernungen spielen inzwischen eine untergeordnete Rolle. Entscheidender Faktor ist die Qualität.
Zahlen und Fakten: So sehen die Deutschen das Pflegesystem
Überlastete Ärzte, überforderte Politiker - die große Mehrheit der Deutschen sieht den Pflegenotstand erreicht. 87 Prozent der Bundesbürger sind sich bei dieser Diagnose einig.
89 Prozent halten Ärzte im deutschen Gesundheitssystem häufig für überlastet.
90 Prozent werfen der Bundesregierung vor, die Probleme jahrelang vor sich hergeschoben zu haben.
Dass sich die Politik ausreichend um das Thema Pflege kümmert, findet nur ein Fünftel der Bundesbürger.
Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnet das deutsche Gesundheitssystem als generell gut organisiert.
Vom deutschen Pflegesystem sagt das allerdings nur ein Drittel der Deutschen.
Neun von zehn Deutschen wünschen sich mehr staatliche Aufsicht: Aus ihrer Sicht sollten Pflege- und Gesundheitsleistungen durch private Einrichtungen besser kontrolliert werden.
Vier von fünf Befragten sagten, dass Pflegekräfte zu wenig Zeit für den einzelnen Patienten haben, zu schlecht bezahlt werden und es generell zu wenig Personal gibt.
73 Prozent fordern daher auch dringend, dass der Mindestlohn für diese Berufsgruppe angehoben wird.
69 Prozent sind der Meinung, dass das Ansehen dieses Berufs steigen muss. (ots, Stand Sept. 2018)
Den kleineren Häusern bleibt nur ein grundlegender Wandel hin zu einer Spezialisierung in der Nische, womöglich als Privatklinik, und als Belegkrankenhaus mit noch engerer Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten. Beispiele dafür gibt es, auch in der Region.