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Kommentar: Kredit von Horst Seehofer in der CSU ist aufgebraucht

Kommentar

Kredit von Horst Seehofer in der CSU ist aufgebraucht

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    ARCHIV - 09.05.2018, Berlin: Horst Seehofer CSU, Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau, äußert sich im Bundesinnenministerium zum Thema Familiennachzug. zu dpa «Streit mit Merkel: Seehofer verschiebt Vorstellung seines Asylplans » vom 11.06.2018 Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    ARCHIV - 09.05.2018, Berlin: Horst Seehofer CSU, Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau, äußert sich im Bundesinnenministerium zum Thema Familiennachzug. zu dpa «Streit mit Merkel: Seehofer verschiebt Vorstellung seines Asylplans » vom 11.06.2018 Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Carsten Koall

    Die CSU schleppt sich dem Ende der Ära Seehofer entgegen und der Parteichef hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn es für ihn persönlich ein Ende mit Schmerzen wird. Zu lange hat Seehofer die Partei hingehalten. Zu oft hat er seine Entscheidung hinausgezögert. Jetzt haben die CSU-Granden die Faxen dicke. Seehofers Ende als Nummer eins der CSU ist nicht mehr Seehofers Entscheidung.

    Nach drei Wahlpleiten in Folge und mit der Europawahl vor Augen gibt es für die angeschlagene Partei keinen anderen Weg mehr, als den Chef auszutauschen. Damit ist die CSU zwar noch lange nicht wieder auf der Erfolgsspur, aber sie hat eine echte Chance auf einen Neuanfang.

    Horst Seehofer verlässt die CSU als Sündenbock

    Seehofers Kredit in der CSU ist aufgebraucht. Nach all den Scharmützeln der Vergangenheit brauchte er im Parteivorstand nicht länger auf Geduld oder gar auf Unterstützung hoffen. Er kam als einsamer Wolf und er wird als einsamer Wolf gehen müssen. Das ist die eine Geschichte. Dass er als weißer Ritter kam und als Sündenbock gehen muss, ist die andere. Beim Starkbieranstich am Nockherberg wurde es ihm schon vorhergesagt: „Es ist Zeit, alter Horst, ...“

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