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Linke
08.08.2018

Erfolg für „Aufstehen“

Wagenknecht

Bereits weit über 30000 Anmeldungen für Wagenknechts linke Sammlungsbewegung

Die von Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht initiierte Sammlungsbewegung „Aufstehen“ stößt auf ein breites Echo. Allein in den ersten 24 Stunden gab es mehr als 30000 Anmeldungen auf der Webseite der Initiative, wie Wagenknecht der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte. Nach Angaben ihres Ehemanns Oskar Lafontaine gibt es inzwischen bereits 36000 Anmeldungen.

Wagenknecht sagte zum Zuspruch für ihr Projekt: „Das ist weit mehr, als ich erwartet hatte.“ Sie hielt den Kritikern entgegen, es spreche für die Bewegung, dass sie von Politikern abgelehnt werde, die Angst vor Veränderung hätten. Das Projekt müsse noch viel stärker werden. Die seit längerem angekündigte Initiative stößt bei Grünen und SPD auf Vorbehalte, es gibt aber auch Unterstützung. Innerhalb der Linkspartei gibt es Befürchtungen, die neue Bewegung könne zu einer Spaltung führen. Lafontaine sagte der Rheinischen Post, „Aufstehen“ sei „eine überparteiliche Bewegung“. Er verglich dies mit „der Friedens-, Frauen- und Dritte-Welt-Bewegung“. Daraus seien auch keine Parteien entstanden und trotzdem hätten sie die Gesellschaft verändert.

Wagenknecht hatte als Ziel der neuen Sammlungsbewegung genannt, die Voraussetzung für neue linke Mehrheiten in der Politik zu schaffen. Offizieller Start des Projektes ist der 4. September. Wagenknecht ist wegen ihrer flüchtlingspolitischen Positionen auch bei den Linken umstritten – sie tritt für eine Begrenzung des Zuzugs ein.

In einem Gastbeitrag für die nwzonline.de schrieben Wagenknecht und der Dramaturg Bernd Stegemann, die politisch sinnvolle Grenze verlaufe nicht zwischen „den Ressentiments der AfD und der allgemeinen Moral einer grenzenlosen Willkommenskultur“. Eine realistische linke Politik lehne beide Maximalforderungen gleichermaßen ab. Sie unterstütze die vielen freiwilligen Helfer in der Zivilgesellschaft, die sich um die Integration der Flüchtlinge kümmern. „Und zugleich lässt sie sich nicht von kriminellen Schlepperbanden vorschreiben, welche Menschen auf illegalen Wegen nach Europa gelangen.“ (afp)

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