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Gibraltar-Streit: London prüft rechtliche Schritte gegen Spanien

Gibraltar-Streit

London prüft rechtliche Schritte gegen Spanien

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    Großbritannien und Spanien streiten wegen der Kontrollen an der Grenze zu Gibraltar. Im Bild der charakteristische Felsen Gibraltars.
    Großbritannien und Spanien streiten wegen der Kontrollen an der Grenze zu Gibraltar. Im Bild der charakteristische Felsen Gibraltars. Foto: Marcos Moreno

    Die britische Regierung prüft im Zusammenhang mit verschärften spanischen Kontrollen an der Grenze zu Gibraltar rechtliche Schritte gegen Spanien. Dies wäre in der Geschichte ohne Beispiel, gab die Downing Street am Montag in London bekannt. Demgegenüber betonte Madrid, die Kontrollen seien legal und unverzichtbar.

    Verstärkte Kontrollen führen zu Verzögerungen

    Gibraltar gehöre nicht zum Geltungsbereich des Schengener Abkommens über die Abschaffung von Grenzkontrollen, sagte ein Sprecher des spanischen Außenministeriums. Daher sei Spanien dazu verpflichtet, an der Grenze zu dem britischen Territorium an der Südspitze der Iberischen Halbinsel Kontrollen vorzunehmen.

    Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte am Freitag seinerseits Maßnahmen zur Verteidigung der spanischen Interessen angekündigt. Dabei gehe es jedoch ausschließlich um "legale und angemessene Maßnahmen", betonte der Regierungschef.

    Spanien wirft Gibraltar vor, Ende Juli Betonblöcke mit Metallstacheln in spanischen Gewässern versenkt zu haben, um ein künstliches Riff zu schaffen, das die Arbeit der spanischen Fischer behindere. Die spanischen Behörden reagierten mit verstärkten Kontrollen an der Grenze, die bei hochsommerlichen Temperaturen für stundenlange Verzögerungen bei der Abfertigung sorgten.

    Gibraltar war Großbritannien vor 300 Jahren im Vertrag von Utrecht zugesprochen worden. Spanien erhebt Anspruch auf das Gebiet. Die überwältigende Mehrheit der Einwohner will jedoch nicht zu Spanien gehören. (AZ,dpa)

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