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Medienbericht: Öffnet der Berliner Flughafen sogar erst 2013?

Medienbericht

Öffnet der Berliner Flughafen sogar erst 2013?

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    Zurück auf Los: Der neue Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld wird nicht planmäßig fertig. Foto: Robert Schlesinger dpa
    Zurück auf Los: Der neue Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld wird nicht planmäßig fertig. Foto: Robert Schlesinger dpa

    Krisentreffen in Berlin zum Thema Flughafen: Am diesem Mittwoch wollen die Eigentümer bezüglich der Berliner Flughafen-Blamage Klarheit schaffen. Die beiden Geschäftsführer Rainer Schwarz und Manfred Körtgen müssen Vertretern der Länder Berlin und Brandenburg Frage und Antwort stehen. "Wir erwarten präzise Auskunft darüber, was schief gelaufen ist", sagte der Berliner Senatssprecher Richard Meng am Dienstag. Dass Flughafen-Führungskräfte ihren Hut nehmen müssen, hatten Berlin und Brandenburg in den vergangenen Tagen nicht ausgeschlossen. Ob der Aufsichtsrat auch einen neuen Eröffnungstermin beschließt, ist offen.

    Berliner Flughafen: Behörde lehnt wohl Übergangslösungen ab

    Die Eröffnung des Hauptstadtflughafens könnte sich nach einem Zeitungsbericht noch weiter verzögern als bislang gedacht. Als Grund nennt die "Bild"-Zeitung (Mittwoch) ein Schreiben  des Bauordnungsamtes in Königs Wusterhausen. Darin lehne die Behörde Übergangslösungen für die Sicherheitstechnik wie zum Beispiel den manuellen Betrieb von Sprinkleranlagen oder Türen ab. Der Berliner Airport müsse zur Eröffnung komplett fertig sein, heißt es in dem Bericht laut Zeitung. Im "vollautomatischen Betrieb" sei dies erst Anfang 2013 zu gewährleisten.

    Die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck (beide SPD), sprechen nicht mehr von einer Inbetriebnahme im August - wie noch unmittelbar nach der Eröffnungsabsage am vergangenen Dienstag. Offizielle Festlegungen gibt es nicht. Die Spekulationen reichen inzwischen bis zum März 2013.

    Mehdorn: "Tegel reicht nicht mehr"

    So lange wollen die Airlines aber nicht warten. "Davon halte ich überhaupt nichts", sagte der Chef des größten Flughafennutzers Air Berlin, Hartmut Mehdorn, am Dienstag. "Wir brauchen den Flughafen so schnell wie möglich, Tegel reicht nicht mehr." Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft will, dass der Airport Ende Oktober beim Wechsel vom Sommer- zum Winterflugplan in Betrieb geht.

    Die Gremien tagen laut Flughafengesellschaft auf der Baustelle des Flughafens. Dort können sie sich ein Bild machen - sie entziehen sich auf dem abgesperrten Gelände aber auch kritischen Fragen am Rande der mehrstündigen Beratungen. Den Aufakt macht am Vormittag (1100) der Projektausschuss, ein Arbeitskreis des Aufsichtsrats mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) als Vorsitzendem.

    Eröffnung des Hauptstadtflughafens geplatzt

    Am Nachmittag (1530) tagt der Aufsichtsrat unter Vorsitz Wowereits. Das Kontrollorgan hat 15 Mitglieder, darunter Platzeck, Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) und als Vertreter des Bundes Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba (CDU). Thema dürften auch die zusätzlichen Kosten durch die verschobene Eröffnung des 2,5-Milliarden-Euro-Baus sein. Die Betreiber gehen von 15 Millionen Euro pro Monat aus, aber Schadenersatzforderungen sind nicht eingerechnet.

    Air Berlin will in den nächsten Tagen eine Summe nennen, kündigte Mehdorn an. "Wir gehen davon aus, dass der Flughafen zu dieser Panne steht und den Schaden reguliert." Es gebe Mehrkosten an vielen Stellen, wie etwa die Stornierung von Umzugsaufträgen, Transporte von Kerosin und Ersatzteilen von Schönefeld nach Tegel und Personalverstärkung für die Gepäckabfertigung am alten Flughafen.

    Die Eröffnung des Hauptstadtflughafens war am vergangenen Dienstag geplatzt - knapp vier Wochen vor dem Termin am 3. Juni. Als Grund nennt die Flughafengesellschaft Probleme beim Brandschutz. Der Bau liegt jedoch auch an vielen Stellen hinter dem Zeitplan, diese stuft die Flughafengesellschaft aber als nicht relevant für den Eröffnungstermin ein. dpa/AZ

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