Auch in deutschen Amtsstuben blüht die Korruption. Rund zwei Milliarden Euro kostet sie den Steuerzahler pro Jahr. Experten sind in einer neuen Studie dem Filz oft nur durch Zufall auf die Schliche gekommen.
Eine neue Studie des Wirtschaftsdienstleisters Pricewaterhouse-Coopers (PWC) sagt Bedenkliches aus: Korruption in Deutschlands Behörden verursacht pro Jahr einen Schaden von rund zwei Milliarden Euro.
Die Studie ergab, dass Korruption in 20.000 Fällen zu erkennen sei. Im Rahmen der Untersuchung seien laut Mittelbayerischer Zeitung 500 Behörden sowie 1000 Privatpersonen befragt worden. Demnach sehe sich etwa jeder fünfte Mitarbeiter einer Behörde Korruptionsversuchen durch Privatpersonen oder Wirtschaftsunternehmen ausgesetzt.
Die Studie zeigte auch, dass nur rund die Hälfte der Ämter einen Korruptionsbeauftragten haben. Die Dunkelziffer der Korruptionsfälle schätzen die untersuchenden Experten als enorm ein: Rund 70 Prozent der aufgeflogenen Betrugsfälle sei man nur durch Zufall auf die Schliche gekommen.