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Minsk: Todesstrafe für U-Bahn-Attentäter

Minsk

Todesstrafe für U-Bahn-Attentäter

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    Rettungskräfte und Passanten tragen im April 2011 in Minsk einen Verletzten zu einem Rettungswagen. Foto: Anton Motolko dpa
    Rettungskräfte und Passanten tragen im April 2011 in Minsk einen Verletzten zu einem Rettungswagen. Foto: Anton Motolko dpa

    Sie seien eine extreme Gefahr für die Gesellschaft. Deshalb müsse er die Todesstrafe gegen sie verhängen. Das sagte der Richter über die beiden 25 Jahre alten U-Bahn-Attentäter von Minsk. Die Angeklagten Dmitri Konowalow und Wladislaw Kowalew hatten im April bei dem Anschlag auf die Minsker U-Bahn-Station Oktjabrskaja  15 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt. Der Bahnhof liegt in der Nähe des Büros von Präsident  Alexander Lukaschenko. Das Attentat war der schwerste Anschlag in  Weißrussland seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991.

    Verurteilte sollen auch für Bombeanschläge verantwortlich sein

    Konowalow hatte die Tat zu Beginn des Prozesses zugegeben.  Kowalew hingegen widerrief seine Aussage mit der Begründung, er  habe gehört, sein Freund sei bei Verhören verprügelt worden. Die  Männer sollen auch für zwei Bombenanschläge in der Stadt Witebsk im  Jahr 2005 und für eine Explosion in Minsk während der Feiern zum  Unabhängigkeitstag im Jahr 2008 verantwortlich sein.

    Hinrichtung bereits am Donnerstag?

    Dem zuvor verlesenen Schuldspruch zufolge wurde Konowalow wegen  Terrorismus und Kowalew wegen Mitwisserschaftschaft verurteilt. Die  Hinrichtung der beiden 25-Jährigen könnte bereits am Donnerstag  erfolgen. Weißrussland ist das einzige europäische Land, das die  Todesstrafe noch vollstreckt. afp/AZ

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