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Nach Wahlerfolg: Piratenpartei will in die Regierung

Nach Wahlerfolg

Piratenpartei will in die Regierung

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    "Wir sind nicht ängstlich": Der Parteivorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz.
    "Wir sind nicht ängstlich": Der Parteivorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz. Foto: dpa

    "Um unsere Themen wirklich durchsetzen zu  können, müssen wir am Ende auch in Regierungsverantwortung", sagte  der Parteivorsitzende Sebastian Nerz der "Stuttgarter Zeitung". Seine Partei sei dabei "nicht ängstlich".

    Nerz  bezeichnete die Piraten als "sozialliberale Partei": Sie vertrete  eine Sozialpolitik, die in der Nähe der SPD sei, und eine  Bürgerrechtspolitik, die nahe der alten FDP-Linie liege. Die aktuelle FDP habe sich auf "reinen Wirtschaftsliberalismus  reduziert", kritisierte Nerz.

    Gegenüber der "Frankfurter Rundschau" vom Dienstag räumte Nerz aber auch inhaltliche Schwächen seiner Partei ein. Diese wolle mehr gesellschaftliche Teilhabe am Staat, habe aber "in weiten Teilen  noch nicht definiert, wie man das finanzieren kann", sagte er. Auch  zur Lösung der europäischen Krise habe die Piratenpartei noch keine  Antworten. Die programmatische Arbeit müsse erweitert werden.

    Bundesweit laut Umfrage bei sieben Prozent

    Im  repräsentativen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut  Emnid wöchentlich im Auftrag der "Bild am Sonntag" erhebt, kommen die Piraten derzeit auf sieben Prozent. Wenn jetzt Wahlen wären,  hätten SPD (28 Prozent) und Grüne (17 Prozent) dadurch erstmals  seit langer Zeit keine eigene Mehrheit im Bundestag mehr. AZ, afp

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