Das angeblich von Dominique Strauss-Kahn sexuell bedrängte Zimmermädchen aus einem New Yorker Hotel will gegen den Boss des Internationalen Währungsfonds aussagen. Die junge Dame arbeite schon mit der ermittelnden Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen, erklärte ihr Anwalt dem Nachrichtensender CNN.
Dominique Strauss-Kahn ist unter anderem wegen sexuellem Missbrauch in einem besonders schweren Fall angeklagt. Dafür könnte er für bis zu 25 Jahre ins Gefängnis kommen. In der Anklageschrift steht, IWF-Chef Strauss-Kahn habe dem Opfer an die Brust und in den Schritt gefasst und dann versucht, dem Zimmermädchen die Strumpfhose herunterzuziehen. Sein Penis soll dabei zweimal gewaltsam Kontakt mit dem Mund der jungen Frau gehabt haben.
USA fordern Rückzug Strauss-Kahns aus IWF
Nach der Inhaftierung von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen des Vorwurfs der versuchten Vergewaltigung hat die US-Regierung dessen Rückzug von der Spitze des Währungsfonds gefordert. "Er ist offensichtlich nicht in der Lage, den IWF zu leiten", sagte US-Finanzminister Timothy Geithner am Dienstag (Ortszeit). Strauss-Kahns mutmaßliches Opfer durchlebt laut einem angeblichen Bruder und ihrem Anwalt eine schwere Krise.
Nachfolgediskussion entbrannt
Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs wirbt für einen Vertreter der aufstrebenden Schwellenländer an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). "Es kann durchaus von Vorteil sein, schon in der nächsten Personalrunde einen Kandidaten aus den Schwellenländern zum Zuge kommen zu lassen", sagte der CDU-Politiker der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). "Denn in der Schuldenkrise in einigen Euro-Ländern könnte es einem IWF-Chef, der nicht Europäer ist, vielleicht leichter fallen, eine Rückkehr zu soliden Haushalten durchzusetzen."