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Pressestimmen: Guttenbergs in Afghanistan: "Eitle Selbstdarstellung"

Pressestimmen

Guttenbergs in Afghanistan: "Eitle Selbstdarstellung"

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    Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) und seine Frau Stephanie auf dem Flug nach Afghanistan in einer Transall.
    Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) und seine Frau Stephanie auf dem Flug nach Afghanistan in einer Transall. Foto: gam fpt

    Verteidigungsminister zu Guttenberg und seine Frau Stephanie besuchen Afghanistan. Das Echo in den Medien ist allerdings verheerend. Hier Pressestimmen zur "Guttenberg-Show".

    "Ein glamouröses Paar als Top Act, Soldaten im Kampfanzug als Bildschirmhelden. Mehr Inszenierung geht kaum. Dieses Mal sind die Guttenbergs wirklich zu weit gegangen. Ihr Spiel mit der Gunst des Publikums steht in krassem Gegensatz zum Ernst der Sicherheitslage rund um Kundus. Wenn sogar die Bundesregierung einräumen muss, dass in Afghanistan die Zeichen längst nicht auf Abzug der Bundeswehr stehen, ist die Situation viel zu prekär für solche Kostproben eitler Selbstdarstellung." Südwest Presse

    "Die Deutschen beklagen häufig und leidenschaftlich, dass in Berlin jener Glanz fehle, der im Weißen Haus wie im Elysée-Palast dem Treiben der Mächtigen etwas Theatralisches verleiht. Die Guttenbergs haben das Klagen erhört. Dass die Verteidigungsexperten der Opposition darüber murren, deutet nur darauf hin, dass sie sich über so viel Chuzpe ärgert." Die Welt

    "Dieser vorweihnachtliche Truppenbesuch am Hindukusch, diese Mischung aus Show und Entertainment hinterlässt einen faden Beigeschmack. Diese Verquickung von Politik, Glamour, Show und Entertainment ist instinktlos." Reutlinger Generalanzeiger

    "Den Soldaten fern der Heimat ist dieser Rummel als Ablenkung zu gönnen. Auch schadet es nie, die Aufmerksamkeit der Deutschen auf ihre Truppe am Hindukusch zu lenken. Zu Guttenberg aber muss langsam darauf achten, nicht eines Tages für Gottschalk gehalten zu werden. Ein Verteidigungsminister (mit Ambitionen) ist kein Showstar, nicht einmal zur Weihnachtszeit." FAZ

    "Dass zu Guttenberg meint, er könne es sich erlauben, hier neue Maßstäbe zu setzen, spricht für eine gewisse Abgehobenheit. Der Vorgang wird umso erstaunlicher, als Stephanie zu Guttenberg medial kein unbeschriebenes Blatt ist. Nach ihren umstrittenen Auftritten in der RTL-2-Sendung "Tatort Internet" und bei Günther Jauchs "Wer wird Millionär?" hätte man dem Minister gerne geraten, zumindest an dieser Front für etwas mehr Ruhe zu sorgen." Bonner Generalanzeiger

    "So ist die Werbetour eines publicitysüchtigen Verteidigungsministers seinem ernsten und hohen Amt schlicht unwürdig. Drei Tage vor der Regierungserklärung des Außenministers zum Afghanistan-Einsatz hat zu Guttenberg dem gefährlichen und umstrittenen deutschen Auslandsengagement einen Bärendienst erwiesen." Cicero

    "Mit Stahlhelm und Handtasche in den Afghanistan-Einsatz: Diese Inszenierung ist peinlich. Was um alles in der Welt hat die Guttenbergs geritten, einen solchen PR-Feldzug in eigener Sache zu unternehmen?" Westfalenblatt

    "Darf der das? Er darf. Verteidigungsminister zu Guttenberg darf seine Frau mit auf Dienstreise nehmen. Er darf Journalisten mitreisen lassen, auch prominente aus dem Fernsehen. Nichts Unrechtes tut er also, wenn er nun mit Gattin Stephanie und mit dem Moderator Johannes B. Kerner in Afghanistan landet. Eine andere Frage aber ist, ob er klug handelt. Zwei gewichtige Argumente muss er abwägen: die große Geste der Solidarität mit den Soldaten; und die Gefahr, die unter Lebensgefahr arbeitende Truppe als Kulisse zu missbrauchen. Für den Minister persönlich kommt ein dritter, nachrangiger Aspekt hinzu. Er sollte aufpassen, den Punkt nicht zu überschreiten, wo der goldene Guttenberg-Rummel den Menschen auf die Nerven geht." Münchner Merkur

    "Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg weiß, wie man Volkes Emotionen bedient. Doch jetzt hat "KT" den Bogen der Inszenierung überspannt. Seine vorweihnachtliche Afghanistan-Reise zu einem Familienausflug zu machen, ist purer Populismus." Flensburger Tagblatt

    AZ/bo

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