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Pflege

16.10.2019

SPD unterstützt DAK-Vorstoß zur Reform der Pflege-Finanzierung

SPD-Fraktionsvize und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.
Bild: Ralf Hirschberger, dpa

Exklusiv Fraktionsvize Lauterbach warnt vor dramatischen Anstieg des Eigenanteils bei Pflegebedürftigen. Er fordert Zuzahlung zu senken und regt eine Bürgerverischerung an.

Die SPD unterstützt die Forderungen der Krankenkasse DAK für eine grundlegend neue Finanzierung der Pflege. „Die Vorschläge zur Pflegereform von Seiten der DAK gehen klar in die richtige Richtung“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. „Der Eigenanteil würde ohne Reform dramatisch steigen in den nächsten Jahren, das würde viele Ältere und ihre Angehörigen überfordern“, warnte der stellvertretende  SPD-Fraktionschef. „Daher ist es wichtig, den Eigenanteil zu senken und zu deckeln“, betonte Lauterbach. Darüber hinaus müsse der Steueranteil an der Pflege-Finanzierung steigen.

Lauterbach: Auch Privatversicherte sollten in die Pflegeversicherung einzahlen

„Wenigstens genauso wichtig ist aber auch, dass die Privatversicherten in die solidarische Pflegeversicherung mit einbezogen werden“, forderte der SPD-Politiker. „Das würde den Beitragssatz deutlich entlasten“, betonte er. „Privatversicherte haben ein deutlich niedrigeres Pflegerisiko und gleichzeitig zahlen sie nicht ein“, sagte er „Sie gehen dem Solidarsystem daher komplett verloren“, kritisierte Lauterbach und erneuerte die Forderung seiner Partei nach einem grundlegen Systemwandel: „Wir brauchen daher eine Pflegebürgerversicherung mit geringerem Eigenanteil“, betonte der SPD-Politiker.

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