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Stellungnahme: Piratenpartei: NPD-Mitgliedschaft eine "Jugendsünde"

Stellungnahme

Piratenpartei: NPD-Mitgliedschaft eine "Jugendsünde"

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    Der Parteivorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz. dpa
    Der Parteivorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz. dpa

    Die Piratenpartei  meldet nach dem Wahlerfolg in Berlin einen Mitgliederansturm.  Inzwischen  hat die junge Partei 15.000 Mitglieder. Doch mit dem Erfolg kommt auch das Rampenlicht. Und das bringt manchmal nicht nur Angenehmes ans Tageslicht. So kam in den vergangenen Tagen heraus, dass Mitglieder der Piratenpartei aus zwei Landesverbänden bei der NPD waren. So hatte ein Kreistagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern zugegeben, dass er zwischen 2003 und 2004 der NPD angehörte. Im bayerischen Freising war der Kreisverbandsvorsitzende der Piraten zurückgetreten, weil auch von ihm eine frühere NPD-Mitgliedschaft öffentlich geworden war. Er hatte in einer Stellungnahme von einem "Fehltritt" gesprochen.

    "In jugendlicher Naivität in die NPD eingetreten"

    Sebastian Nerz, Chef der Piratenpartei,  hat die frühere NPD-Mitgliedschaft einiger Parteifreunde als "Jugendsünde" bezeichnet. Nerz räumte in der "Welt" (Freitag) ein, dass mehrere Mitglieder der Piraten früher bei der rechtsextremen Partei waren: "Es gibt einige, die in jugendlicher Naivität in die NPD eingetreten sind und deren rechtsextreme Politik nicht wirklich durchschaut hatten." Nerz fügte hinzu: "Wenn so jemand nach einem Jahr austritt, dann muss man solche Jugendsünden auch verzeihen. Doch dann müssen diese Menschen auch offen zu ihren Fehlern stehen."

    Piraten-Chef Nerz sagte, er glaube nicht, dass sich seine Partei mit der Aufnahme ehemaliger NPD-Mitglieder angreifbar mache: "Auch in unserer Satzung steht, dass wir extremistische Politik ablehnen, und das wird bei uns intensiv gelebt. Wenn sich jemand bei uns mit rechtsextremistischen und ausländerfeindlichen Thesen aufhält, stellt er sich schnell ins Abseits. Solche Leute haben keine Zukunft in der Piratenpartei."

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