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Überseegebiet: Gibraltar-Konflikt mit Spanien eskaliert: Großbritannien schickt Kriegsschiff

Überseegebiet

Gibraltar-Konflikt mit Spanien eskaliert: Großbritannien schickt Kriegsschiff

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    Die HMS Westminster ist auf dem Weg ins Konfliktgebiet Gibraltar.
    Die HMS Westminster ist auf dem Weg ins Konfliktgebiet Gibraltar. Foto: Vicki Benwell

    Der Streit zwischen Madrid und London  um das britische Überseegebiet Gibraltar droht sich weiter  hochzuschaukeln:  Das Kriegsschiff "HMS Westminster" brach am  Dienstag aus Portsmouth an der englischen Südküste zu einem Manöver Richtung Gibraltar auf, wie Reporter beobachteten.

    Die  spanischen Behörden setzten derweil trotz Drohungen aus London ihre  verschärften Fahrzeugkontrollen unvermindert fort. An den  Grenzübergängen kam es erneut zu kilometerlangen Staus.

    Streit um Gibraltar: Großbritannien startet Manöver

    Die Teilnahme der "HMS Westminster" an einem Manöver im Mittelmeer  und im Persischen Golf mit einem Halt in Gibraltar sei lange  geplant gewesen, hieß es aus dem britischen  Verteidigungsministerium. Doch die Entsendung der Fregatte wirkt in  der angespannten Situation wie eine Drohgebärde gegenüber Madrid.

    Der Streit um die felsige Küstenexklave war vor drei Wochen  hochgekocht, als die spanischen Behörden mit ihren verschärften  Kontrollen begannen. Sie reagierten damit auf ein neues künstliches  Riff, mit dem spanische Fischer aus den Gewässern vor Gibraltar  ferngehalten werden sollen.

    Gibraltar: Kontrollen von Spanien sorgen für Ärger

    Am Montag drohte die britische Regierung mit "gerichtlichen  Schritten" gegen die "völlig unverhältnismäßigen" Kontrollen.  Madrid hat die Maßnahmen als "legal und angemessen" verteidigt und  seinerseits gedroht, den Streit um Gibraltar vor die UNO und den  Internationalen Gerichtshof zu tragen.

    Am Dienstag betrug nach Angaben der Polizei auf Gibraltar die  Wartezeit an den Grenzübergängen erneut "mehr als drei Stunden".  "Es ist ein Horror", sagte der Spanier Francis Perez, der häufig  zum Tanken oder Einkaufen nach Gibraltar fährt, um von der  niedrigeren Mehrwertsteuer auf dem britischen Territorium zu  profitieren.

    Britisches Überseegebiet seit 1713

    Gibraltar ging 1713 mit dem Vertrag von Utrecht dauerhaft von  Spanien an Großbritannien über. Madrid erkennt die britische  Herrschaft über das 6,8 Quadratkilometer kleine Territorium mit dem  markanten Felsen in der Mitte jedoch nicht an und verlangt dessen  Rückgabe. London will dieser Forderung ohne Zustimmung der 30.000  Einwohner von Gibraltar nicht entsprechen - und die gelten  größtenteils als vehement pro-britisch. (AZ/afp)

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