Newsticker
RKI meldet 7894 Corona-Neuinfektionen - Umfrage: Mehrheit hält Freiheiten für Geimpfte für falsch
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Umweltschutz: Wagenknecht geht hart mit Klimapolitik der Regierung ins Gericht

Umweltschutz
20.04.2021

Wagenknecht geht hart mit Klimapolitik der Regierung ins Gericht

"Wer auf dem Land wohnt, hat gar keine Alternative zum Auto, und höhere Heizölpreise führen auch nicht dazu, dass Normalverdiener in schmucke Niedrigenergiehäuser umziehen", sagt Wagenknecht.
Foto: Britta Pedersen, dpa

Exklusiv Als "Symbolpolitik für die Wohlhabenden und deren gutes Gewissen" beschreibt Sarah Wagenknecht die Umweltmaßnahmen der Bundesregierung. Was sie stattdessen fordert.

Sahra Wagenknecht kritisiert die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Klimakrise scharf. "Die höheren Benzinpreise und die subventionierten und trotzdem teuren E-Autos, das ist Symbolpolitik für die Wohlhabenden und deren gutes Gewissen", sagt die Linken-Politikerin gegenüber unserer Redaktion. Für die untere Mitte und die Ärmeren mache es nur das Leben teurer -  und das bei Null CO2-Einsparung.

"Denn", so Wagenknecht weiter, "wer auf dem Land wohnt, hat gar keine Alternative zum Auto, und höhere Heizölpreise führen auch nicht dazu, dass Normalverdiener in schmucke Niedrigenergiehäuser umziehen". Für tatsächlich notwendige und effektive Maßnahmen durch eine Regulierung der Wirtschaft sei die Politik dagegen "zu feige".

Sarah Wagenknecht: "Keine Lifestyle-Debatten und Preiserhöhungen!"

Die 51-jährige Wagenknecht, die kürzlich das Buch "Die Selbstgerechten" als Abrechnung mit dem Linksliberalismus veröffentlicht hat und trotz Protesten zur Spitzenkandidatin für die Linke in NRW gewählt wurde, sieht die deutsche Klimapolitik unter anderem als bloße Reaktion auf die Bewegung "Fridays For Future". Auch in diesem Zusammenhang etwa von den Grünen propagierte Klimaschutzmaßnahmen wie ein Fleischverzichts und eine Fleischverteuerung verdeckten nur die eigentlichen Probleme.

Sie fordert: "Keine Lifestyle-Debatten und Preiserhöhungen!" Vielmehr müsse es um "eine De-Globalisierung und Re-Regionalisierung unserer Wirtschaft" gehen.

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

20.04.2021

>> Sie fordert: "Keine Lifestyle-Debatten und Preiserhöhungen!" Vielmehr müsse es um "eine De-Globalisierung und Re-Regionalisierung unserer Wirtschaft" gehen. <<

Bei der Analyse der Ausgangslage kommt man ja vielfach schnell zusammen; die Lösungsansätze sind bloßer Populismus. Der eine hat dann Windkraftwerke, der nächste das passende Antibiotika, ein anderer den Impfstoff und wieder eine Wirtschaftsgrenze weiter gibt es dann die passenden Computerchips für Atomkraftwerke.

Permalink
20.04.2021

Im Grunde richtig.
Das Gesamtbild und die langfristige Denke ist halt nicht so einfach und bequem wie die Trend-nachlauferei.
Eigentlich hätten wir ein Informationszeitalter, eine Zeit des Wissens. Manchmal entsteht eher der Eindruck wir sind im Zeitalter des Glaubens, der Ersatzreligionen...

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren