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Ausgerechnet Trump sorgt für Frieden zwischen Israel und der Hamas

Kommentar

Hoffentlich geht Donald Trumps Friedensplan für Nahost auf

Peter Müller
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    Erfolg seiner Vermittlungen? Der Moment, in dem Donald Trump vom Durchbruch in den Friedensverhandlungen erfährt. US-Außenminister Marco Rubio flüstert ihm die Nachricht ins Ohr.
    Erfolg seiner Vermittlungen? Der Moment, in dem Donald Trump vom Durchbruch in den Friedensverhandlungen erfährt. US-Außenminister Marco Rubio flüstert ihm die Nachricht ins Ohr. Foto: Evan Vucci, dpa

    Egal, ob Donald Trump seinen Gaza-Friedensplan zeitlich so präsentieren wollte, dass er doch noch den Friedensnobelpreis erhalten würde, der an diesem Freitag – nicht an ihn – vergeben wurde, oder, ob es eher darum ging, den negativen Schlagzeilen über seine kumpelhafte Beziehung zum verstorbenen Sexualverbrecher Jeffrey Epstein etwas entgegenzusetzen – Trump ist der erste Politiker seit zwei Jahren, der in die verfahrene Situation zwischen Israel und der Hamas Bewegung gebracht hat. Sollten die verbliebenen israelischen Geiseln tatsächlich freikommen, gilt der Dank ausgerechnet ihm, den Gottseibeiuns vieler Menschen in Deutschland und Europa – Donald Trump eben.

    Natürlich nimmt dieses Lob nichts von der Kritik zurück, die ihm sonst völlig zurecht gebührt: Für den weltweiten Zollkrieg, den er ohne Not vom Zaun gebrochen hat. Für die kriegsähnlichen Zustände, die er mithilfe der Nationalgarde in Amerikas Großstädte treibt. Für die menschenverachtende Jagd auf Migranten.

    Trotzdem: Dem umstrittenen US-Präsidenten scheint zu gelingen, woran bislang alle gescheitert sind. Er hat Israels Hardliner-Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gezwungen, seine Armee ein ganzes Stück aus dem Gazastreifen zurückzuziehen und er hat – mithilfe des Verbündeten Katar – die Hamas dazu gebracht, die Waffen Zug um Zug niederzulegen und auf jedwede künftige Rolle im Gazastreifen zu verzichten.

    Die Freude der Angehörigen der Geisen ist herzergreifend

    Nach dem barbarischen Überfall der Hamas-Terroristen auf Israelis, nach Israels unverhältnismäßig brutalem Feldzug gegen die Hamas als Reaktion darauf, nach zwei Jahren Gewalt und Gegengewalt gibt es nun erstmals ein wenig Hoffnung. Allein schon die Freude der Angehörigen der Geiseln zu sehen, ist herzergreifend.

    Natürlich ist das Ganze nicht allein Trumps Verdienst. Israels unerbittlicher Feldzug hat zehntausende Palästinenser, darunter viele Frauen und Kinder, das Leben gekostet, aber eben auch die Hamas an die Grenze der Auslöschung gebracht. Auch die arabischen Staaten, die sich im Zuge der Abraham-Abkommen aus Trumps erster Amtszeit Israel längst annähern wollten, haben die Dauer-Scherereien mit den Palästinensern längst statt. Die dortigen Machthaber wollen Geschäfte machen, mit den USA, mit dem Westen, mit Israel. Der Hamas-Überfall vor zwei Jahren diente auch dazu, diese Staaten wieder an das Schicksal der armen Verwandtschaft im Gazastreifen zu ketten.

    Und ja, noch sind viele, viele Fragen offen. Wie weit zieht sich Israel wirklich zurück? Wer regiert im Gazastreifen, wenn die Hamas, die seit 2007 dort die Strippen zieht, raus ist, Israel und die USA aber nicht übernehmen wollen? Und: Was passiert im Westjordanland, wo die Lage, auch wegen der weiter wuchernden illegalen israelischen Siedlungen, jederzeit eskalieren kann?

    Jetzt könnte Europa zurück ins Spiel finden

    Jetzt wäre eine gute Gelegenheit für Europa, sich als relevante Kraft bei der Lösung dieses Dauerkonfliktes zurückzumelden. Leider haben sich Frankreich, Großbritannien und viele andere durch ihre effekthascherische Anerkennung eines Palästinenserstaates zuletzt als Vermittler selbst aus dem Spiel genommen. Gut, dass die Bundesregierung, auch mit Blick auf Deutschlands besondere Beziehung zu Israel, diesen Schritt nicht mitgegangen ist. Kanzler Friedrich Merz sollte nun die Gunst der Stunde nutzen, um dem 20-Punkte-Plan des US-Präsidenten mit Ideen und Geld zum Erfolg zu verhelfen. Trumps Plan hat jede Chance verdient.

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