Linke-Chef Jan van Aken hat die von der Union nominierten künftigen Bundesminister als rückwärtsgewandtes „Gruselkabinett“ bezeichnet und CDU-Chef Friedrich Merz unverhohlenen Wirtschaftslobbyismus vorgeworfen. „Ein Media-Markt-Chef, ein ehemaliger Springer-Chefredakteur und eine Atomkraftfreundin – die CDU befördert das Land mit diesem Gruselkabinett in die Vergangenheit“, sagte der Linke-Vorsitzende unserer Redaktion. „Die CDU-Ministerinnen und Minister sind ein Sinnbild für abgehobene Politik in Deutschland und eine unangenehme Mischung aus Wirtschaftsvertretern und Politik-Klüngel“, kritisierte von Aken.
Linken-Chef van Aken kritisiert Nominierung von Katherina Reiche als Wirtschaftsministerin
Der Linken-Politiker kritisiert insbesondere die Nominierung der CDU-Politikerin und jetzigen Eon-Energiemanagerin Katherina Reiche zur künftigen Bundeswirtschaftsministerin. „Die Atomlobby wird sich freuen, eine der ihren als Ministerin zu haben“, sagte van Aken.
Der künftige Regierungschef Merz bediene mit seinen Personalentscheidungen einseitig die Interessen der Wirtschaft. „Merz bleibt mit seinem Kabinett ein Kanzler der Mächtigen und Reichen und nicht der Mehrheit der Gesellschaft“, sagte van Aken. „Auch hier werden die Interessen der Unternehmen zählen und nicht die Menschen, die sich jeden Tag krummlegen und am Ende des Monats nicht wissen, wie sie ihre Mieten bezahlen sollen“, fügte er hinzu. „Ich finde es falsch, dass einfache Menschen so krass unterrepräsentiert sind“, sagte der Linke-Vorsitzende. „Das wird nicht zuletzt ein immer größeres Problem für unsere Demokratie“, warnte van Aken.
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