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Bundestag: Umfrage zeigt AfD und Union fast gleichauf

Bundestag

Umfrage zeigt AfD und Union fast gleichauf

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    Nun auch in einer Umfrage fast auf Augenhöhe: AfD-Chefin Alice Weidel und der designierte neue Bundeskanzler Friedrich Merz.
    Nun auch in einer Umfrage fast auf Augenhöhe: AfD-Chefin Alice Weidel und der designierte neue Bundeskanzler Friedrich Merz. Foto: Michael Kappeler, dpa

    Die AfD würde einer neuen Yougov-Umfrage zufolge 24 Prozent der Stimmen erhalten, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts hervor. Damit läge die Rechtsaußen-Partei fast gleichauf mit der Union, die auf 26 Prozent käme. Teilt man die Unions-Stimmen in CDU und CSU auf, wäre die AfD somit sogar stärkste einzelne Partei im Bundestag.

    Bei der jüngsten Bundestagswahl am 23. Februar kam die Union noch auf 28,5, die AfD auf 20,8 Prozent. In der Folge orientierte sich die Union für Koalitionsgespräche in Richtung der SPD, die 16,4 Prozent erreicht hatte. Am Dienstag konstituierte sich in Berlin der neue Bundestag, dem nun CDU-Politikerin Julia Klöckner als Präsidentin vorstehen wird. Union und SPD kämen dort bei einer gemeinsamen Koalition mit 328 der 630 Sitze auf eine knappe Mehrheit. Der Yougov-Umfrage zufolge wäre dies schon bei Weitem nicht mehr erreichbar.

    Neue Umfrage: Linke und AfD legen zu

    Denn auch die SPD verlor der Umfrage zufolge und läge bei 15 Prozent. Viertstärkste Kraft wären die Grünen mit unverändert zwölf Prozent. Zweiter großer Gewinner der Umfrage sind indes die Linken, die nach jahrelangem Tiefflug inzwischen bei zehn Prozent der Stimmen in der Yougov-Umfrage angekommen sind. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht wäre mit fünf Prozent der Stimmen im Bundestag vertreten. Bei der jüngsten Bundestagswahl hatte das BSW den Einzug mit 4,97 Prozent noch um rund 9000 Stimmen verpasst.

    Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet, sie spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind daher keine Prognosen auf den Wahlausgang. Union und SPD befinden sich nach der Vorlage eines Sondierungspapiers mitten in Koalitionsverhandlungen. Zuversicht, dass sich die Dinge zum Besseren wenden, haben viele noch nicht. 30 Prozent glauben, dass sich ihre Lebensbedingungen unter einer schwarz-roten Koalition verschlechtern würden. Nur 9 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. Rund die Hälfte (49 Prozent) der Wahlberechtigten erwartet, dass eine schwarz-rote Koalition ihre Lebensbedingungen weder verbessern noch verschlechtern würde. (mit dpa)

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