. Die Regierungsparteien dürften angesichts des wachsenden Finanzierungsbedarfs der Rentenversicherung nicht länger höhere Erbschaftssteuern oder Vermögensabgaben beiseiteschieben, sagte Bentele unserer Redaktion. „Wer wenig verdient, krank ist, Angehörige pflegt oder Kinder großzieht, zahlt im heutigen Rentensystem doppelt: erst mit einer lückenhaften Erwerbsbiografie - und dann mit einer mageren Rente“, kritisierte die VdK-Chefin.
Bentele: Statt Boomer-Soli lieber faire Erbschaftssteuern
Den Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), bei den geburtenstarken Jahrgängen Renten und Alterseinkünfte ab einer bestimmten Höhe zur Umverteilung mit einer Solidaritäts-Abgabe zu belegen, lehnte Bentele ab. „Statt über einen Renten-Soli zu sprechen, wäre eine gerechte Beteiligung der Superreichen an der Finanzierung des Sozialstaats das Gebot der Stunde“, sagte die Sozialverbandschefin. „Durch kluge, faire und solidarische Abgaben auf Vermögen und Erbschaften beispielsweise“, betonte sie.
Ausgleichsmechanismen wie die Grundrente oder Rentenpunkte für Pflegezeiten, reichten bei weitem nicht aus, um soziale Ungleichheit im Alter wirksam abzufedern. „Menschen mit niedrigen Renten haben oft auch eine geringere Lebenserwartung als Wohlhabendere“, mahnte die VdK-Präsidentin
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren