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Elefand liefert Informationen: So schützt die Krisenvorsorgeliste bei Reisen

Krisenvorsorge

Information für deutsche Reisende in Krisenfällen: Das steckt hinter Elefand

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    Die schnelle Eskalation in Mexiko nach der Tötung eines Drogenbosses zeigt, wie rasch man während eines Auslandsaufenthalts in eine Krisenlage geraten kann. Mit dem System Elefand will das Auswärtige Amt Betroffene im Ernstfall schnell erreichen und mit ihnen in Kontakt treten können.
    Die schnelle Eskalation in Mexiko nach der Tötung eines Drogenbosses zeigt, wie rasch man während eines Auslandsaufenthalts in eine Krisenlage geraten kann. Mit dem System Elefand will das Auswärtige Amt Betroffene im Ernstfall schnell erreichen und mit ihnen in Kontakt treten können. Foto: Diana Marquez/XinHua, dpa (Symbolbild)

    Mitte Februar gab es ein Attentat in Kanada, kurz zuvor wurden in Minneapolis in den USA bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE zwei Demonstrierende getötet. In Mexiko kam es nun nach der Tötung des Drogenbosses „El Mencho“ zu gewalttätigen Ausschreitungen. Angesichts der aktuellen Nachrichten aus Nord- und Mittelamerika wächst die Sorge, dass die Stimmung während der Fußball-WM, die am 11. Juni beginnt, kippen könnte.

    Auch abseits solcher Großereignisse ist man auf Reisen nicht automatisch sicher: Im beliebten Urlaubsland Türkei warnt das Auswärtige Amt momentan vor Reisen in den Südosten, weil Konflikte aus Syrien und dem Irak übergreifen können. Und Naturkatastrophen können nahezu überall auftreten, wie die jüngsten Überschwemmungen in Spanien und Frankreich, die vergangene Woche vier Menschenleben kosteten.

    Eine Reise kann unerwartet zur Krisensituation werden – zu Hause zu bleiben ist aber keine Lösung. Umso wichtiger ist gute Vorbereitung. Die deutsche Auslandsvertretung ist verpflichtet, in Notfällen zu helfen, kann das aber nur, wenn bekannt ist, wo man sich aufhält und wie man schnell erreicht werden kann. Genau dafür gibt es die Krisenvorsorgeliste Elefand.

    Was ist Elefand und für wen ist es?

    Elefand, kurz für elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland, ist eine digitale Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, die seit 2021 online im Browser oder als App genutzt werden kann. Dort können sich deutsche Staatsangehörige registrieren, die ins Ausland reisen oder dauerhaft im Ausland leben. Auch Familien- oder Haushaltsmitglieder ohne deutsche Staatsangehörigkeit können eingetragen werden, damit sie im Ernstfall berücksichtigt werden.

    Warum und wann sollte man sich bei Elefand anmelden?

    Krisen können schnell und überraschend eintreten – auch in vermeintlich sicheren Ländern, die nicht in den (Teil-)Reisewarnungen auf der Seite des Auswärtigen Amts nachzulesen sind. Das Auswärtige Amt empfiehlt deshalb, jeden Auslandsaufenthalt unabhängig von Reiseziel und Dauer in Elefand zu registrieren.

    Da es für deutsche Staatsangehörige im Ausland keine Meldepflicht gibt, ist Elefand für das Auswärtige Amt zentral, um zu erkennen, wer sich vor Ort aufhält. Anhand der hinterlegten Daten können die zuständige Auslandsvertretung oder das Krisenreaktionszentrum Betroffene im Ernstfall schnell mit Informationen versorgen. Wichtig ist, die Registrierung bereits vor der Reise vorzunehmen, denn während oder nach Katastrophen kann das Internet eingeschränkt sein – eine nachträgliche Registrierung ist dann unter Umständen nur schwer möglich.

    Was macht das Auswärtige Amt im Krisen- und Notfall?

    Die zuständige Auslandsvertretung oder das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts versendet Landsleutebriefe per SMS oder E-Mail. Erfahrungen aus früheren Lagen zeigen, dass Telefon- und Mobilfunknetze oft rasch ausfallen, während SMS und E-Mails häufig länger funktionieren. Diese enthalten Verhaltenstipps und Informationen, etwa zu Unterstützungsangeboten oder Evakuierungsmaßnahmen. Außerdem können gefährdete Personen direkt kontaktiert werden. Deshalb ist es wichtig, die Notfall-Benachrichtigung per SMS zu aktivieren. In Elefand lassen sich zudem Notfallkontakte hinterlegen, die im Ernstfall informiert werden und ein Konsulatfinder zeigt die deutsche Auslandsvertretung vor Ort an.

    Grenzen von Elefand

    Die Krisenvorsorgeliste ist ein Angebot für den Ernstfall. Für reguläre Termine oder allgemeine Anliegen wie Passverlust ist Elefand nicht gedacht. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass die praktische Hilfe vor Ort je nach Lage, etwa bei gesperrtem Luftraum oder Internet, eingeschränkt sein kann und in Ländern ohne deutsche Auslandsvertretung ohnehin nur begrenzt möglich ist.

    Botschaften und Auswärtiges Amt unterstützen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, ersetzen aber nicht die eigene Reiseplanung und Vorsorge. Deshalb sollten zuvor Reisewarnungen und Ausreiseempfehlungen beachtet werden. Aktuelle Informationen bieten die Reise-App des Auswärtigen Amtes „Sicher Reisen“ mit fortlaufend aktualisierten Sicherheits- und Reisehinweisen.

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