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Europa fürchtet Trumps Griff nach Grönland

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„In 20 Tagen“: Europa fürchtet Trumps Griff nach Grönland

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    „In 20 Tagen“: US-Präsident Donald Trump droht den Europäern..
    „In 20 Tagen“: US-Präsident Donald Trump droht den Europäern.. Foto: Alex Brandon, dpa

    Donald Trump macht selten einen Hehl daraus, was er von den Europäern hält. Einmal mehr waren die Dänen Ziel seines Spotts. So sprach ihnen der US-Präsident die Fähigkeit ab, für die Sicherheit auf dem eigenen Territorium zu sorgen. „Um die Sicherheit in Grönland zu verstärken, haben sie noch einen Hundeschlitten hinzugefügt“, witzelte Trump an Bord der Air Force One gegenüber Journalisten über den Nato-Verbündeten: „Sie dachten, das war eine großartige Verstärkung.“

    Trumps Aussagen versetzen Europa in Alarmstimmung

    Mit den Sticheleien wollte er unterstreichen, dass Washington die Aufgabe besser erfüllen könnte. Die von ihm gefeierte Militäroperation in Venezuela ließ nämlich auch alte Fantasien neu aufleben. „Wir brauchen Grönland“, sagte Trump – und versetzte die Europäer in höchste Alarmstimmung. Ist Grönland nach Venezuela als Nächstes dran?

    Mit Blick auf die nationale Sicherheit sei die Insel von großer strategischer Bedeutung, betont Trump. Doch das rohstoffreiche Grönland gehört zum Königreich Dänemark, deshalb entscheidet Kopenhagen.  Und dort wies Ministerpräsidentin Mette Frederiksen die Besitzansprüche entschieden zurück. Die Vereinigten Staaten hätten „überhaupt kein Recht“, einen Teil der dänischen Staatsgemeinschaft zu annektieren. Vielmehr rief sie die USA dazu auf, die Drohungen einzustellen. „Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann ist alles vorbei“, sagte Frederiksen. „Das heißt, auch unsere Nato und damit die Sicherheit, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gewährleistet ist.“

    USA schicken „Sondergesandten“ nach Grönland

    Erst im Dezember hatte Trump angekündigt, einen US-Sondergesandten nach Grönland schicken zu wollen mit dem Ziel, die Insel zu amerikanisieren. Damals klang die Reaktion aus Kopenhagen in Form einer schriftlichen Erklärung noch abgeklärt. Nach der Operation in Venezuela wächst jedoch die Sorge, dass Trump tatsächlich ernst machen und sich das Gebiet aufgrund von dessen strategischen Lage in der Arktis einverleiben könnte.

    Rückendeckung erhielten Frederiksen von zahlreichen EU-Staats- und Regierungschefs.. „Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark. Grenzen dürften nicht mit Gewalt verändert werden, hieß es auch von einem Sprecher der Bundesregierung in Berlin. Es gelte das Völkerrecht. 

    Trump: „Wir werden uns in zwei Monaten um Grönland kümmern“

    Würden die Amerikaner tatsächlich ernst machen und versuchen, Grönland zu annektieren, könnte das nicht nur die EU, sondern vorneweg die Nato an den Rand der Zerreißprobe bringen. Die Verteidigungsallianz fände sich in einer beispiellosen Krise wieder, würde ihr mächtigstes Mitglied einen Verbündeten angreifen. 

    Entfacht wurde die Diskussion durch einen Post der rechtskonservativen Podcasterin Katie Miller. Die Frau des stellvertretenden Stabschefs im Weißen Haus, Stephen Miller, veröffentlichte am Samstag auf X eine Karte von Grönland, eingefärbt in den Farben der US-Flagge. Miller versah das Bild mit der Überschrift „SOON“ und deutete damit an, dass Grönland „BALD“ unter die Kontrolle der USA fallen werde. Konkreter wurde Trump am Sonntagabend. „Wir werden uns in rund zwei Monaten um Grönland kümmern“, sagte der US-Präsident. Darüber sprechen wolle er „in 20 Tagen“. Es klang nicht nur wie eine Drohung.

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