Gut sechs Wochen sind vergangen, seit Olaf Scholz die Flutgebiete in Bayern besucht hat. Der Bund werde alles dazu beitragen, dass schnell geholfen werden kann, versicherte der Kanzler damals im oberbayerischen Reichertshofen bei Ingolstadt. In einem Brief hat Ministerpräsident Markus Söder ihn nun an dieses Versprechen erinnert.
„Immer noch wartet der Süden darauf, dass Ihr Wort gilt“
„Immer noch wartet der Süden Deutschlands darauf, dass Ihr Wort gilt und dieser Zusage zur solidarischen und damit nach unserem Verständnis wie auch in früheren Vergleichsfällen finanziellen Unterstützung Taten folgen“, heißt es in dem Schreiben, das unserer Redaktion exklusiv vorliegt. „Aus Sicht des Freistaats sollte als Erstes umgehend eine hälftige Beteiligung des Bundes an den Hilfsprogrammen der Länder konkretisiert werden“, fordert der CSU-Chef.
Hochwasserschaden: Bayern prüft Antrag auf EU-Hilfe
Neben Bayern war auch Baden-Württemberg von der verheerenden Flut betroffen. Geschätzter Gesamtschaden: mehr als zwei Milliarden Euro. Der Freistaat prüft aktuell, ob dafür Hilfe aus dem EU-Solidaritätsfonds beantragt werden könnte. Auch das geht aus dem Brief hervor. Sollte es Aussichten auf Erfolg geben, will Bayern gegebenenfalls gemeinsam mit Baden-Württemberg ein entsprechendes Gesuch stellen – und hofft auch hier auf „Unterstützung des Bundes“, wie Söder schreibt.
Bayerns Regierungschef empfängt an diesem Donnerstag gemeinsam mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner auf Schloss Schleißheim Helferinnen und Helfer, die bei der Flutkatastrophe im Einsatz waren.
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