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G7-Gipfel in Garmisch-Partenkirchen: Polizei auf Bär vorbereitet

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Ein Bär auf dem G7-Gipfel? Polizei "im Austausch mit Behörden"

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    Gesichtet: Ein Braunbär streicht durch Bayern. Ob er eine Gefahr für den G7-Gipfel darstellt? Die Polizei ist jedenfalls vorbereitet.
    Gesichtet: Ein Braunbär streicht durch Bayern. Ob er eine Gefahr für den G7-Gipfel darstellt? Die Polizei ist jedenfalls vorbereitet. Foto: Privat/Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, dpa

    Wenn über das Sicherheitskonzept für G7-Gipfel gegrübelt wird, dann werden meist alle Szenarien bedacht. Dass dazu mal die Bedrohung durch einen Bär gehören würde, damit hatte allerdings vermutlich keiner gerechnet.

    Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen geht ein Bär um. Dabei hat man dort eigentlich gerade ganz andere Sorgen: Zum einen ist da das Zugunglück mit fünf Toten, vielen Verletzten und einer gesperrten Bahnstrecke. Und zum anderen ist da der G7-Gipfel auf Schloss Elmau, für den schon jetzt Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

    G7-Gipfel auf Schloss Ellmau: Bär sorgt für Aufregung

    Mit 18.000 Kräften will die Polizei den G7-Gipfel Ende Juni sichern und die Teilnehmenden vor eventuellen Gefahrenlagen schützen. Dabei sorgt einer derzeit für besonders Unruhe in der Region: Ein Bär.

    Ende April wurde der Braunbär im südlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen gesichtet – unweit von Elmau. Ende Mai deutete wieder alles auf einen Bären hin, dieses mal bei Scharnitz in Tirol – Luftlinie knappe zehn Kilometer zum Schloss Elmau. Dort mussten Bauern ihre Schafe von der Alm holen, nachdem 15 Tiere gerissen wurden. Der Täter: Offensichtlich ein Bär.

    Bär in Garmisch-Partenkirchen: Polizei auf mögliche Bedrohung bei G7-Gipfel vorbereitet

    Das Sicherheitskonzept für Gipfeltreffen ist stets streng. Der G7-Gipfel vom 26. bis zum 28. Juni in Elmau ist da keine Ausnahme. Vorbereitet ist die Polizei auf alle denkbaren Eventualitäten. Und dieses Mal gehört da auch ein Braunbär dazu. Die polizeilichen Vorbereitungen basieren auf ständigen Lagebewertung – und da fließe auch die Bärensichtung mit ein, teilte der G7-Planungstab der Polizei mit. "Wir stehen diesbezüglich bereits mit den zuständigen Behörden im Austausch."

    Die 16 Kilometer lange Sperre rund um den Tagungsort sei allerdings nicht von der Bärensichtung betroffen. "Die damit beauftragte Firma wird entsprechend informiert." Dass der Bär beim Aufbau der Sperre versehentlich eingezäunt werden und dann im engen Sicherheitsbereich mit den Staats- und Regierungschefs unterwegs sein könnte, schloss die Polizei aus: Schließlich handele es sich nicht um eine "vollumschließende Sperre".

    Garmisch-Partenkirchen: Richtiges Verhalten bei Begegnung mit dem Bär 

    Falls dann doch ein Staats- oder Regierungschef oder Polizist auf den Bären treffen sollte, hat das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) Ratschläge entwickelt – die gibt es seit dem Abschuss von Problembär Bruno im Jahr 2006: "Bleiben Sie möglichst ruhig und gelassen", rät das LfU. "Bleiben Sie stehen und machen Sie den Bären durch ruhiges Sprechen und langsame Armbewegungen auf sich aufmerksam." Auf keinen Fall sollte man wegrennen oder versuchen, ihn zu vertreiben. Die bessere Strategie: Ein langsamer und kontrollierter Rückzug.

    Bislang verhielt sich der bayerische Bär völlig unauffällig. Sollte er dann aber dochangreifen: "Legen Sie sich bäuchlings flach auf den Boden oder kauern Sie sich auf den Boden, die Hände im Nacken. Wenn vorhanden, schützt so Ihr Rucksack den Rücken. Der Bär wird in der Regel von Ihnen ablassen oder Sie nur beschnuppern." (mit dpa)

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