Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Russland sieht nach Scheinreferenden Mehrheit für Anschluss besetzter Gebiete in der Ukraine
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Gasumlage kommt trotz Uniper-Verstaatlichung

Energiekrise
22.09.2022

Die Gasumlage kommt trotz Verstaatlichung von Uniper

Die Gasumlage wird zum 01. Oktober eingeführt, doch die Regierung ist sich darüber selbst nicht mehr so sicher.
Foto: Hauke-Christian Dittrich, dpa

Der Bund will den schwer angeschlagenen Energieversorger Uniper komplett übernehmen. Die Gasumlage müssen Wirtschaft und Verbraucher dennoch zahlen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird bald Herr über russische Kohlekraftwerke und schwedische Atommeiler. Was wie Ironie der Geschichte klingt, ist die raue Wirklichkeit des Grünen-Politikers. Denn die Kraftwerke gehören zum internationalen Portfolio des strauchelnden Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper, den die Bundesregierung jetzt verstaatlichen will. Bislang gehören ihr 30 Prozent an dem Unternehmen, das entscheidend ist für die Versorgung Deutschlands mit Gas. “Der Staat wird, das zeigen wir ja, alles Nötige tun, um die Unternehmen immer stabil am Markt zu halten“, sagte Habeck am Mittwoch in Berlin.

Zeitgleich mit seiner Ankündigung sah sich der Minister mit einem Vorstoß konfrontiert, der sich aufdrängt. Wenn er schon einen Energieversorger kontrolliert, könne er auch die Preise bestimmen, die Kunden und Unternehmen zahlen müssen. Die Linke forderte deshalb einen Stopp der Gasumlage. Doch es bleibt dabei: Der Zuschlag auf den Gaspreis von 2,4 Cent je Kilowattstunde wird ab 1. Oktober erhoben. Die Umlage sei als Brücke notwendig, um die Finanzen von Uniper zu stabilisieren, sagte Habeck. Eine vierköpfige Familie mit Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden wird dadurch im Jahr rund 500 Euro mehr für das Heizen bezahlen.

Video: AFP

Energieversorger Uniper verbrennt Geld - 100 Millionen Euro pro Tag

Dass Uniper die Einnahmen dringend braucht, machte Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach deutlich. Ihm zufolge machen die Düsseldorfer 100 Millionen Euro Verlust - pro Tag. Denn sie müssen Ersatz für günstiges russisches Gas beschaffen, das nicht mehr fließt. Zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember werden sich die Fehlbeträge auf zehn Milliarden Euro summieren. Neun von zehn Milliarden soll die Gasumlage ausgleichen, eine Milliarde bleibt auf der Bilanz von Uniper hängen. „Es ist so, dass unser Eigenkapital schmilzt. Das Unternehmen ist in einer durchaus angespannten Verschuldungssituation“, sagte Maubach. Durch die Einnahmen aus der Gasumlage gebe es aber eine positive Fortführungsperspektive, erklärte der Manager.

Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach braucht dringend Geld, viel Geld. jeden tag verliert sein Unternehmen 100 Millionen Euro.
Foto: Roberto Pfeil

Diese positive Perspektive hat auch Habeck im Kopf. Denn natürlich übernimmt er die 99 Prozent des Aktienkapitals nicht wegen der AKW in Schweden und schon gar nicht wegen der Kohlekraftwerke in Russland, sondern um sicherzustellen, dass Deutschland in diesem und im nächsten Jahr genügend Gas bekommt. Denn Uniper arbeitet als Großhändler für Gas, der wiederum kleinere Versorger wie Stadtwerke beliefert. Liefert Uniper nicht an sie, könnte Haushalten und Firmen der Brennstoff ausgehen. Denn kleinere Stadtwerke leisten sich kein Heer von Energiehändlern und ihr Kapital reicht unter Umständen nicht, um jetzt teuer Energie an den heiß gelaufenen Märkten nachzukaufen.

Der Kauf des Energiekonzerns vom finnischen Eigentümer Fortum wird den deutschen Staat rund 30 Milliarden Euro kosten. Natürlich könnten theoretisch auch die enormen Kosten für den Ersatz russischen Gases aus dem Staatshaushalt beglichen werden. Dann könnte die Umlage wieder wegfallen. Zunächst wird sie gebraucht, weil der Verstaatlichung sowohl eine außerordentliche Hauptversammlung der Uniper-Aktionäre als auch die EU-Kommission zustimmen müssen. Im Wirtschaftsministerium besteht die Hoffnung, bis Jahresende beides zu erhalten.

Lesen Sie dazu auch

Streit um Rechtssicherheit der Umlage

Ob die Gasumlage danach abgeschafft wird, ist offen. Denn in der Ampel-Koalition spielt Finanzminister Christian Lindner (FDP) nicht mit, der aus seinem Budget keine Milliarden locker machen will. Umstritten ist allerdings in der Ampel, ob Zahlungen aus der Gasumlage an ein staatliches Unternehmen überhaupt statthaft sind. Wie Habeck erklärte, prüfen die Juristen der Regierung die heikle Frage, während Lindner betonte, sie gehe rechtlich in Ordnung. Obwohl sie große Zweifel hat, will der Bund die Umlage dennoch kassieren.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt wirft dem zuständigen Minister vor, unnötig Unsicherheit zu verbreiten. „Wirtschaftsminister Robert Habeck hätte sich und der Öffentlichkeit sehr viel Chaos ersparen können, wenn er die Entscheidung zur Verstaatlichung von Uniper sofort getroffen hätte“, sagte Dobrindt unserer Redaktion. Er plädiert dafür, die Gasumlage noch vor dem Anlaufen wieder abzuschaffen.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

22.09.2022

Selbstverständlich bleibt die Umlage. Alle müssen solidarisch zusammenhalten, alle müssen Motive zum Sparen haben. Wer wieviel beizutragen hat, darüber kann man streiten. Wir zahlen alle den Preis für die 16 Jahre Russen-Billig-Gas-Wohlstand. An dieser Reparatur führt für uns alle kein Weg vorbei. Es gibt keine Vollkaskoversicherung für niemand, im Gegenteil, das wäre kontraproduktiv. Schimpft nicht auf die, die die diesen Riesenfehler aus der Groko-Zeit reparieren! Lohnt sich nicht. Freut Euch lieber darüber, dass wir die Gelegenheit nutzen, uns nachhaltig miteinander neu aufzustellen. Und dann halt mal z.B. nicht auf der Wiesn für 100 € zwei Hendl und 4 Mass konsumieren - schon ist 1 Monat fast wieder drin. Denkt mal sorum!

Permalink
22.09.2022

Noch ist die Übernahme von Uniper nicht in trockenen Tüchern. So lange wird es die Gasumlage geben. Es gibt ja auch noch andere Gasimporteure außer Uniper.

Permalink
21.09.2022

Die Grundlage für die Umlage fällt weg, zahlen sollen wir trotzdem. Das ist grüne Wirtschaftspolitik. Leute, schmeißt die grüne Brut im Oktober aus dem Parlament, bevor noch größerer Schaden entsteht.

Permalink
21.09.2022

(edit/mod/NUB 7.2/7.3)

Permalink
22.09.2022

Zuweilen erschreckt mich die Wortwahl hier doch sehr.

Permalink