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Studie zeigt: Stress durch Nervensägen verkürzt Lebenszeit deutlich

Glosse

Nervensägen kosten nicht nur Nerven, sondern auch Lebensjahre

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    Bleib mir bloß weg: Nervtötende Menschen können einen Jahre des Lebens kosten.
    Bleib mir bloß weg: Nervtötende Menschen können einen Jahre des Lebens kosten. Foto: Jens Schierenbeck, dpa

    Bislang war es nur ein diffuses Gefühl. Weil beweisen lässt sich so etwas ja nicht so leicht. Aber die meisten kennen das: Nach der zweistündigen, wertschätzenden Diskussion auf dem Elternabend, ob das Mittagessen in der Kita jetzt vegan werden soll oder nicht, fühlt man sich um Jahre gealtert. Oder nach dem Meeting, in dem jeder schon geredet, aber noch keiner etwas gesagt hat. Oder nach der Familienfeier, wenn der Onkel dritten Grades in seiner ganzen Onkelhaftigkeit mal wieder über diese jungen Leute referiert, um dann mit einem kopfschüttelnden „Armes Deutschland!“ das vierte Weißbier zu bestellen. Wieder ein paar Falten, ein paar graue Haare mehr.

    Was wir bisher nur ahnten, wird nun von einer wissenschaftlichen Studie untermauert: Notorische Nervensägen können uns Jahre unseres Lebens kosten. Schlimmstenfalls. Forscherinnen und Forscher der „University of Indiana“ in den USA haben mit 2345 repräsentativ ausgewählten Personen gesprochen und sind zur Erkenntnis gekommen, dass wir tatsächlich schneller altern, wenn wir Menschen in unserem sozialen Umfeld haben, die uns konsequent auf die Nerven gehen.

    Toxische Beziehungen kosten im Schnitt neun Monate Lebenszeit

    Der körperliche Verfall beschleunigt sich demnach im Schnitt um 1,5 Prozent pro toxischer Beziehung. Umgerechnet kommen da durchschnittlich neun Monate biologische Lebenszeit zusammen. Da gewinnt das Prädikat „nervtötend“ doch gleich eine ganz neue Dimension.

    Aber bevor Sie jetzt Ihr privates Umfeld durchforsten und über lebenserhaltende Maßnahmen nachdenken: Die Frage, wer wirklich eine Nervensäge ist, haben die Forscher nicht beantwortet. Ist halt eben doch eher so ein diffuses Gefühl.

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