Zwischen Eichen und Kiefern steht eine Stunde nördlich von Berlin eine Villa. Umgeben von einer Parkanlage mit Skulpturen und historischen Straßenleuchten. Ein See ist nicht weit, die Lage idyllisch. Ferienlager-Stimmung kommt auf dem Gelände auf. Doch wer genau hinschaut, erkennt auf dem Asphalt vor der Villa ein aufgesprühtes Hakenkreuz. Das Anwesen im Hintergrund hat eine braune Vergangenheit. Es ist die Villa Waldhof am Bogensee von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels. Errichtet nach seinen Vorstellungen, im Stil des Nationalsozialismus, mitten im Wald, abgeschieden und weit weg vom Treiben in Berlin. Hier soll er seine Sportpalastrede geschrieben und seine Geliebte getroffen haben. Im eigenen Kinosaal präsentierte er die neuesten Propaganda-Filme und empfing prominente Künstlerinnen und Künstler.
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