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Hohe Spritpreise: Warum der Iran-Krieg noch lange nicht vorbei ist

Kommentar

Der Krieg dauert, Sprit bleibt teuer: Die Regierung muss schnell reagieren

Stefan Küpper
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    Abgeklemmte Arterie der Weltwirtschaft: die Seestraße von Hormus.
    Abgeklemmte Arterie der Weltwirtschaft: die Seestraße von Hormus. Foto: NASA, dpa

    Man muss die Äußerungen von Madschid Nili, Botschafter Irans in Berlin, nicht für bare Münze nehmen, um folgendes Szenario dennoch als ziemlich wahrscheinlich zu erachten: Ein Ende des Krieges im Iran ist nicht in Sicht – und die Passage der Seestraße von Hormus wird absehbar eine abgeklemmte Arterie der Weltwirtschaft bleiben. Nili hatte davon gesprochen, die neue Lage in Golf-Region müsse künftig zu „einer Neuregelung“ führen. Heißt: Iran bleibt am Drücker, selbst wenn der Waffengang Israels und der USA zu seinem Ende käme.

    US-Präsident Trump dieses zwar in Aussicht gestellt, aber was heißt das schon? Das menschenverachtende iranische Regime zeigt sich widerständiger als erhofft. Bomben auf zivile Infrastruktur schrecken es nicht. Und der Druck auf die Weltwirtschaft steigt mit jedem Tag, an dem zu wenig Öl verschifft wird– und die Spritpreise an den Tankstellen steigen. Die High-Noon-Maßnahme der Bundesregierung wirkt nicht. Sie wird bald nachsteuern müssen. Und Europa und die USA finden in der Hormus-Krise am besten schnell zusammen, denn derzeit ist eine klassische Lose-lose-Situation zu besichtigen.

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