Herr Palmer, zehn Jahre ist der Flüchtlingssommer 2015 her, als Angela Merkel sagte: „Wir schaffen das“. Sie haben damals dagegengehalten. Wie sehen Sie es heute? Haben wir es geschafft?
BORIS PALMER: Also, ich würde sagen, wohlwollend formuliert, haben wir zwei Drittel des Weges geschafft.
Immerhin. Lagen Sie also falsch?
PALMER: Nein, das war trotzdem sehr wichtig, denn ich habe das zu dem Zeitpunkt gesagt, als den Städten und Gemeinden im Land täglich bis zu 10.000 neue Flüchtlinge überstellt wurden. Dieses Tempo war niemals durchzuhalten, darauf hat sich der Satz bezogen. Im Übrigen müssen wir auch festhalten, dass, wenn ein Drittel des Weges nicht geschafft ist nach zehn Jahren, ist es wirklich eine Riesenaufgabe.
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