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Iran-Ticker: Aktivisten verifizieren fast 4000 Tote bei Iran-Protesten

Iran-Ticker

Aktivisten verifizieren fast 4000 Tote bei Iran-Protesten

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    Dieses am 09. Januar aufgenommene und am 13. Januar via AP zur Verfügung gestellte Foto soll Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran zeigen.
    Dieses am 09. Januar aufgenommene und am 13. Januar via AP zur Verfügung gestellte Foto soll Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran zeigen. Foto: Uncredited, UGC/AP/dpa

    Hunderttausende, vielleicht sogar Millionen Iranerinnen und Iraner protestieren auf den Straßen gegen das Mullah-Regime. Es ist nicht der erste Protest gegen die Machthaber der Islamischen Republik. Neu ist jedoch, dass die Proteste die als eher konservativ geltenden Händler Teherans gestartet haben. In der Bevölkerung stoßen die Demonstrationen damit auf breitere Unterstützung. Die Lage auf den Straßen ist unübersichtlich, das Internet wurde abgeschaltet. Berichte sprechen von tausenden Toten. Die USA unter Präsident Donald Trump drohen, militärisch einzugreifen. Die Lage im Iran im Live-Ticker:

    Diese Proteste gab es in der Vergangenheit im Iran

    Ein Blick in die Vergangenheit der Proteste im Iran: 1999 gingen zunächst Studierende auf die Straße, nachdem zuvor eine reformorientierte Zeitung verboten worden war. Zehn Jahre später ging es um offensichtliche Wahlfälschungen bei den Präsidentenwahlen. Die sogenannte „Grüne Bewegung“ initiierte riesige Demonstrationen. Erneut zehn Jahre später, im Jahr 2019, ließen steigende Benzinpreise die Wut vieler Iranerinnen und Iraner eskalieren. Im Herbst 2022 gab es Massenproteste unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“, ausgelöst durch den Tod von Mahsa Jina Amini, die nach ihrer Verhaftung durch die Sittenpolizei wegen eines angeblich unstatthaft angelegten Kopftuches starb.

    Nur durch brutale Repression und blutige Gewalt durch von den Revolutionsgarden gesteuerte Milizen gelang es dem Regime, sich zu retten. Auch diesmal gibt es Berichte von tausenden toten Protestierenden, es sollen öffentliche Hinrichtungen stattfinden. Gleichzeitig stellen die USA Hilfe für die Protestierenden in Aussicht und drohen dem Mullah-Regime mit einem militärischen Eingriff. Vieles ist unklar, die Lage unübersichtlich. Und gleichzeitig stellt sich die Frage: Was würde im Iran passieren, wenn das Regime tatsächlich gestürzt wird? Bereits jetzt gibt es warnende Stimmen, dass ein Bürgerkrieg wie in Syrien drohen könnte.

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