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Jared Kushner war Trumps Geheimwaffe beim Gaza-Abkommen

Gaza-Abkommen

Jared Kushner war Trumps Geheimwaffe beim Gaza-Abkommen

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    Am Samstag wurden Jared Kushner, Ivanka Trump und Steve Witkoff in Tel Aviv von Hunderttausenden bejubelt.
    Am Samstag wurden Jared Kushner, Ivanka Trump und Steve Witkoff in Tel Aviv von Hunderttausenden bejubelt. Foto: Emilio Morenatti, dpa

    Dass an Kabinettssitzungen Gäste teilnehmen, ist eher ungewöhnlich. Und doch saßen bei der historischen Sitzung in Israel am Donnerstag gleich zwei mit am Tisch: der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, und Jared Kushner, Schwiegersohn des US-Präsidenten und Geschäftsmann mit besten Verbindungen. Bilder zeigen die Männer zu beiden Seiten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu; ihre mutmaßliche Mission: aufpassen, dass nicht auf den letzten Metern noch etwas schiefgeht mit Trumps Peace Deal. Dass das Abkommen zwischen Israel und der Hamas nun tatsächlich zustande gekommen ist, wird maßgeblich Kushner zugerechnet.

    Wie Trump – und übrigens auch Witkoff – erwarb Kushner sein Verhandlungsgeschick auf dem Immobilienmarkt in New York. Art of the deal, Politik als Geschäft. Kushner, der in einer jüdischen Familie in New Jersey aufwuchs und 2005 das Familienimperium übernahm, nachdem sein Vater Charles wegen diverser Delikte verurteilt worden war (inzwischen von Trump begnadigt und Botschafter in Frankreich), ist seit 2009 mit Ivanka Trump verheiratet und seit dem Präsidentschaftswahlkampf 2016 eine zentrale Figur im Trump-Universum. In Trumps erster Amtszeit wurde Kushner Sondergesandter für den Nahen Osten. Er war maßgeblich an den Abraham Accords beteiligt, die zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten führten.

    Zwei Milliarden Dollar aus Saudi-Arabien

    Den Regierungsjob verlor Kushner, als Trump abgewählt wurde. Doch seine Beziehungen in die Region baute er weiter aus – mit unternehmerischen Mitteln. Kushner gründete den Investmentfonds Affinity Partners, über den Geld aus den Golfstaaten unter anderem in israelische Projekte fließt – viel Geld: allein zwei Milliarden Dollar aus dem saudischen Staatsfonds. Zum dortigen Kronprinz Mohammed bin Salman hat Kushner beste Verbindungen, ebenso zu Netanjahu.

    Welche Rolle er politisch immer noch spielt, wurde im August sichtbar, als Kushner – gemeinsam mit dem früheren britischen Premier Tony Blair – seinem Schwiegervater einen Nachkriegsplan für Gaza unterbreitete. Seitdem war der 44-Jährige an entscheidender Stelle an den Friedensverhandlungen beteiligt. Am Mittwoch zu den letzten entscheidenden Gesprächen war er in Ägypten, flog dann weiter nach Israel, zu Netanjahu und besagter Kabinettssitzung. Am Samstag war es Kushner, der sich gemeinsam mit seiner Frau und Witkoff in Tel Aviv feiern ließ. Stellvertretend für Trump natürlich, aber nicht weniger verdient als der.

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