„Pack den Tiger in den Tank“: Der einstige Werbespruch eines Mineralölriesen bringt heute zynisch eine absurde Klimapolitik auf den Punkt. In Indonesien gilt die Raubkatze ebenso wie viele Orang-Utans als vom Aussterben bedroht, weil Regenwälder auch für Palmölplantagen gerodet werden.
In Europa wanderte der größte Teil der Palmölimporte lange Zeit nicht in Lebensmittel, sondern in Lkw- und Autotanks. Mineralölgesellschaften erfüllen so gesetzliche Klimavorgaben, die sie zur Beimischung von Pflanzenöl in den Diesel verpflichteten. Klimaschädliches Palmöl ist dabei am billigsten.
Selbst die Bundesregierung spricht von Betrug
Die EU will mit Palmöl im Tank ab 2030 Schluss machen, Deutschland eigentlich seit 2023. Doch wie die deutsche Biokraftstoffbranche seit Jahren warnt, wird Palmöl nun nach China geliefert und dort mit ungeprüften europäischen Zertifikaten als nachhaltiger Biokraftstoff aus angeblichen Fettabfällen umetikettiert – ein Milliardengeschäft. Selbst die Bundesregierung spricht von „mutmaßlichem Betrug“, verweist aber nur auf die EU.
In Brüssel war man schnell mit Strafzöllen auf E-Autos, doch beim Fake-Biodiesel aus China drückt man seit Jahren die Augen zu. Stattdessen preisen EU-Politiker wie Manfred Weber Biodiesel als Rettung des Verbrennermotors. So wird Klimapolitik völlig absurd.
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