Hunde, die bellen, beißen nicht. Die größte Gefahr für Israel geht im Moment nicht vom Iran oder der Hamas aus, auch wenn beide säbelrasselnd mit Vergeltung für den Tod des Hamas-Anführers Ismail Hanija drohen. Fürchten muss die israelische Armee vor allem die Terrormiliz Hisbollah im Libanon. Sie verfügt über Hunderttausende von bewaffneten Drohen und Raketen, die weiter reichen als die der Hamas, die sich besser steuern lassen als die des Iran und die theoretisch sogar den Reaktor Dimona im Herzen Israels treffen könnten. Bei dieser Feuerkraft stößt auch der ebenso berühmte wie bewährte Raketenschutzschild „Iron Dome“ an Grenzen.
Der Iran hat keine direkte Grenze zu Israel
Die Hisbollah wird gerne als schiitische Terrormiliz beschrieben, ist in Wirklichkeit aber eine gut ausgebildete Armee, die nicht nur Israel regelmäßig unter Feuer nimmt, sondern auch in Syrien kämpft. Israel weiß um diese Gefahr und hat in den vergangenen Monaten bereits Zehntausende von Israelis aus dem Grenzgebiet zum Libanon evakuiert. Die Hamas, der Iran und die Hisbollah sind Brüder im Geiste, vereint in ihrem Hass auf alles Jüdische. Der Iran aber hat keine direkte Grenze zu Israel, die Hamas ist im Vergleich zum israelischen Militär nur eine Armee der Amateure - die Hisbollah dagegen steht direkt an der Grenze zu Israel, waffenstarrend und so fanatisch wie die Mullahs im Iran., denen sie eng verbunden ist. Israel hat kein Interesse an einem Krieg mit ihr. Aber möglicherweise wird es ihn führen müssen.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren