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Kommentar: Krieg in der Ukraine: Wir brauchen einen langen Atem

Kommentar

Krieg in der Ukraine: Wir brauchen einen langen Atem

Margit Hufnagel
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    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt im Plenum des Bundestags eine Regierungserklärung ab.
    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt im Plenum des Bundestags eine Regierungserklärung ab. Foto: Kay Nietfeld, dpa

    Wenn der Krieg in der Ukraine an diesem Samstag in den nun schon 17. Monat geht, müssen sich nicht nur die Menschen zwischen Lemberg und Luhansk auf einen langen Atem einstellen, sondern auch der Westen. Nun, da sogar die Gaspreise wieder sinken und damit der Krieg aus dem heimischen Wohnzimmer verschwindet, verblasst auch das Leid der Menschen langsam im öffentlichen Bewusstsein. Kriegsmüdigkeit macht sich breit.

    Doch ein Genug wird es noch viele Jahre nicht geben, wenn es um die Unterstützung der Ukraine geht. Und daran könnte noch nicht einmal ein schneller Friedensschluss etwas ändern – der ohnehin mehr als unwahrscheinlich ist. Das Wort Putins ist kaum mehr wert als das Versprechen einer launischen Diva. 

    Durch den Krieg in der Ukraine werden Investitionen in die eigene Sicherheit nötig

    Der Westen wird Kiew über viele Jahre hinaus mit militärischem Material hochrüsten müssen. Nichts anderes ist unter den Sicherheitsgarantien zu verstehen, die dem Land immer wieder gegeben werden. Und auch in die eigene Sicherheit werden Länder wie Deutschland massiv investieren müssen.

    Kanzler Scholz verspricht das den Ukrainern – aber er muss auch die Bürgerinnen und Bürger auf die unbequemen Folgen unserer Solidarität einstimmen. Wenn wir verhindern wollen, dass der Kreml das ganze Land in Schutt und Asche legt, braucht Kiew Waffen. Viele Waffen, viele Jahre lang. 

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