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Kommentar : Mehr Patriots für die Ukraine gegen den Tod aus der Luft

Kommentar

Mehr Patriots für die Ukraine gegen den Tod aus der Luft

Simon Kaminski
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    Begehrt im ukrainischen Abwehrkampf gegen russische Angriffe: ein Flugabwehrsystem vom Typ Patriot.
    Begehrt im ukrainischen Abwehrkampf gegen russische Angriffe: ein Flugabwehrsystem vom Typ Patriot. Foto: Frank Hammerschmidt, dpa

    Russische Luftschläge auf Wohngebiete, gegen Schulen, Heizkraftwerke, und jetzt eine große Kinderklinik in Kiew: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte so traurige, so stichhaltige Argumente, um von den Mitgliedern der Nato beim Gipfel anlässlich des 75. Jubiläums der Allianz mehr und effektivere Waffen zur Abwehr russischer Attacken zu fordern.

    Doch obwohl diese Argumente schon lange gelten, ist sein Kampf um mehr Patriot-Luftabwehrsysteme mühsam und zeitraubend. Deutschland immerhin hat mit der Lieferung von bereits drei dieser Systeme, die als äußerst effektiv gelten, großes Engagement gezeigt. Dass auch Berlin zu viel Zeit verstreichen ließ, bis die ersten Patriots im Frühjahr 2023 in der Ukraine eintrafen, ändert an diesem Befund nichts.

    Olaf Scholz hat recht, wenn er darauf pocht, dass sich weitere Nato-Partner stärker für die ukrainische Luftabwehr engagieren. Gleichzeitig sollte der Kanzler aber dafür sorgen, dass die zukünftige Hilfe für die Ukraine nicht durch ein zu gering bestücktes Verteidigungsbudget gefährdet wird. Die Bundeswehr muss in die Lage versetzt werden, Lücken durch die Lieferungen an Kiew mit Neubestellungen zu schließen. Eine Schuldenbremse darf dagegen kein Argument sein.

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